Die nachhaltige Entwicklung der Holzverarbeitung – die Umsetzung dieses operativen Ziels des Regierungsprogramms – obliegt fortan dem Ministerium für Agrarpolitik und Ernährung, während die Forstwirtschaft bis vor kurzem noch in den Zuständigkeitsbereich des Ministeriums für Wirtschaft und Umwelt fiel.
Gemäß dem Programm, das der Ministerrat der Werchowna Rada vorgelegt hat, besteht die Aufgabe des Ministeriums für Agrarpolitik darin, die Strategie zur Entwicklung der Holzverarbeitungs- und Möbelindustrie der Ukraine für den Zeitraum bis 2030 zu verabschieden und den operativen Maßnahmenplan zu ihrer Umsetzung für die Jahre 2026–2028 (2026) zu genehmigen.
Zu den weiteren Aufgaben in diesem Bereich gehören die Einführung einheitlicher Regeln für den Holzmarkt für alle ständigen Waldnutzer und Waldbesitzer im Jahr 2027, der Abschluss der Umwandlung des staatlichen Unternehmens „Wälder der Ukraine“ in eine Aktiengesellschaft sowie die Einführung eines unbefristeten Moratoriums für die Veräußerung staatlicher Aktien.
Die Forstwirtschaft und die Staatliche Agentur für Waldressourcen (Derzhlisagentstvo) unterstanden bis 2019 dem Ministerium für Agrarpolitik; danach wurden sie in den Zuständigkeitsbereich des fusionierten Ministeriums für Energie und Umweltschutz (Minekoenergo) überführt, und im Jahr 2020, nach dessen Aufspaltung, in den Zuständigkeitsbereich des Ministeriums für Umweltschutz und natürliche Ressourcen, wo sie bis zum Sommer 2025 verblieben, als ein weiteres gemeinsames Ministerium gegründet wurde – das Ministerium für Wirtschaft, Umwelt und Landwirtschaft.
Die mögliche Entscheidung, den Forstsektor wieder in den Zuständigkeitsbereich des Ministeriums für Agrarpolitik zu überführen, kritisierte die Abgeordnete Olga Vasilevska-Smaglyuk. „Das größte Risiko ist eine Veränderung der Philosophie der Waldbewirtschaftung selbst. Der Wald darf nicht nur als wirtschaftliche Ressource betrachtet werden, die effizienter genutzt werden muss. Denn in erster Linie ist er Naturkapital, ein Ökosystem und Teil der ökologischen Sicherheit des Landes“, erklärte sie ihren Standpunkt.
Ihrer Meinung nach könnte eine solche Übertragung auch die Umwandlung des staatlichen Unternehmens „Wälder der Ukraine“ in eine Aktiengesellschaft, die Digitalisierung der Holzbuchhaltung und den Übergang zu europäischen Standards der Waldbewirtschaftung bremsen.
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