Wie Serbian Economist berichtet, steigen die Immobilienpreise in Montenegro weiterhin in Rekordtempo, während die Gehälter der Einwohner deutlich unter dem europäischen Durchschnitt bleiben und Mieten immer weniger erschwinglich werden, wie lokale Analysten feststellen. Die Kosten pro Quadratmeter Wohnraum sind in Montenegro bereits höher als in einigen EU-Staaten. Nach Angaben des Statistikamtes Montenegros (Monstat) lag der Durchschnittspreis für einen Quadratmeter Wohnraum in Neubauten im dritten Quartal 2025 bei 2.228 Euro, in Podgorica bei 2.153 Euro, in der Küstenregion bei 2.458 Euro und in der nördlichen Region bei 1.578 Euro. Monstat präzisiert, dass der Indikator auf der Grundlage von Transaktionen beim Erstverkauf von Wohnimmobilien berechnet wird.
Wie lokale Medien berichteten, hatte der Immobilienmakler Haris Osmanagić den Markt in Podgorica zuvor als überhitzt eingeschätzt und erklärt, dass sich die Preise in der Hauptstadt innerhalb kurzer Zeit „fast verdoppelt“ hätten und in einigen Stadtteilen Neubauten für 2.800 bis 3.500 Euro pro Quadratmeter angeboten würden.
Der Preisanstieg betraf auch den Mietmarkt: Nach Schätzungen von Osmanagić liegt der durchschnittliche Preis für eine Langzeitmiete in Podgorica zwischen 550 und 700 Euro pro Monat, für Zweizimmerwohnungen zwischen 800 und 1.000 Euro und für Dreizimmerwohnungen zwischen 1.200 und 2.000 Euro.
In der Europäischen Union insgesamt stiegen die Immobilienpreise im dritten Quartal 2025 um 5,5 % im Jahresvergleich, wie aus Daten von Eurostat hervorgeht.