Wie der Serbische Ökonom berichtet, hat das ukrainische Unternehmen „Kaspit Trade“ in den zwei Jahren der Zusammenarbeit mit dem serbischen Chemiekonzern Elixir Group die Lieferungen seiner Mineraldünger auf den ukrainischen Markt verdreifacht. Im Jahr 2026 plant der Importeur, rund 90.000 Tonnen Produkte an ukrainische Landwirte zu liefern, teilte das Unternehmen mit.
Die Informationen wurden im Anschluss an den vierten Partnerschaftsbesuch ukrainischer Agrarproduzenten bei den Betrieben der Elixir Group in Serbien veröffentlicht. Vertreter der Agrarunternehmen besuchten das Werk Elixir Zorka in Šabac sowie den Produktionskomplex Elixir Prahovo, wo sie sich mit der Düngemittelproduktion, der Qualitätskontrolle und der logistischen Infrastruktur vertraut machten.
Nach Angaben des Importeurs sind in der Ukraine vor allem NPK- und NP-Mehrnährstoffdünger mit Schwefel- und Spurenelementzusätzen gefragt. Sie werden für die Grund- und Startdüngung von Getreide, Ölsaaten und Industriepflanzen eingesetzt.
Das Sortiment von Elixir Zorka umfasst mehr als 30 Mehrnährstoffdüngerformulierungen.
Als einen der Vorteile der serbischen Produkte nennt der Importeur die Flusslogistik. Die Düngemittel werden in Serbien auf Lastkähne verladen und über den Donau zum Hafen von Ismail transportiert. Nach Schätzungen des Unternehmens dauert der Transport etwa sechs Tage. Die Produktionsstätten der Elixir Group verfügen über Anbindungen an die Hafen-, Eisenbahn- und Straßeninfrastruktur.
Der Anstieg der Lieferungen serbischer Düngemittel erfolgt vor dem Hintergrund einer allgemein zunehmenden Importabhängigkeit des ukrainischen Marktes. Im ersten Halbjahr 2025 importierte die Ukraine 1,563 Mio. Tonnen Mineraldünger, was einem Anstieg von 25 % gegenüber dem gleichen Zeitraum des Jahres 2024 entspricht. Die Einfuhren von NPK-Mischdüngern beliefen sich auf rund 379.000 Tonnen.
Die Elixir Group bezeichnet sich selbst als größten Hersteller von mineralischen Mischdüngern in Südosteuropa. Die Produktionsstätten des Unternehmens befinden sich in Šabac und Prahovo. Die Gesamtproduktionskapazität für Mineraldünger beträgt rund 1 Mio. Tonnen pro Jahr, wobei über 70 % der Produktion in mehr als 85 Länder exportiert werden.
https://t.me/relocationrs/3238