Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) und die Europäische Union (EU) starten das Programm „Wiederaufbau ukrainischer KMU“, das rund 135 Mio. EUR an Finanzmitteln und Beratungsunterstützung für kleine und mittlere Unternehmen, größere Firmen und Start-ups in der Ukraine bereitstellen soll, teilte die Finanzinstitution auf ihrer Website mit.
Die EU-Unterstützung im Rahmen des Programms wird über das Ukraine Investment Framework (UIF) bereitgestellt und beläuft sich auf 46 Mio. EUR, davon 41 Mio. EUR an Garantien und rund 5 Mio. EUR an technischer Hilfe.
Dem Bericht zufolge sieht das Programm die Finanzierung von mindestens 15 Investitionsprojekten ukrainischer Unternehmen sowie Beratungsunterstützung für bis zu 34 Start-ups vor.
Die erste Komponente des Programms wird über das Risikoteilungsmodell der EBRD (Risk Sharing Framework, RSF) gemeinsam mit Partnerbanken umgesetzt. Die EU-Garantien dienen dazu, die Erstverlustrisiken der EBRD und der Partnerbanken auf paritätischer Basis abzudecken.
Nach Einschätzung der Bank wird dies den Zugang ukrainischer Unternehmen zu langfristiger Finanzierung erweitern, insbesondere für den Wiederaufbau und den Ausbau von Produktionsanlagen und -kapazitäten.
Die zweite Komponente sieht die Ausweitung des EBRD-Programms „Star Venture“ in der Ukraine vor, das auf die Unterstützung von Start-ups mit hohem Potenzial und die Entwicklung eines innovativen Ökosystems abzielt.
Im Rahmen dieses Bereichs erhalten ausgewählte Start-ups, Accelerators und Venture-Capital-Unternehmen beratende Unterstützung. Die Finanzierung soll Unternehmen in frühen Entwicklungsphasen dabei helfen, Betriebskosten und Markterschließungskosten zu decken und ihre Bereitschaft zur Gewinnung kommerzieller Investitionen zu erhöhen.
Die EBRD ist der größte institutionelle Investor in der Ukraine. Seit Beginn der groß angelegten Invasion Russlands im Februar 2022 hat die Bank der Ukraine fast 10 Mrd. EUR zur Verfügung gestellt.
EBRD, EU, KMU, UNTERSTÜTZUNG