Die Joint-Venture-Gesellschaft „Nibulon“ GmbH hat im Sommer 2026 an den Niederlassungen in Bessarabka, Zolotonosha und Denychi Freiflächen-Solarkraftwerke (FSK) installiert, wie die Pressestelle des Unternehmens mitteilte.
Damit sind nun bereits fünf Getreidespeicheranlagen mit Solarkraftwerken ausgestattet, was mehr als 20 % der Kapazitäten des Unternehmens ausmacht. Jedes Solarkraftwerk deckt je nach Betriebsmodus des Getreidespeichers zwischen 25 % und 50 % seines Strombedarfs, heißt es in der Mitteilung.
Die Solaranlagen an den drei Niederlassungen verfügen jeweils über eine Gesamtleistung der Photovoltaikmodule von bis zu 350 kW und sind mit 546 bis 566 doppelseitigen Solarmodulen mit einer Leistung von bis zu 620 W ausgestattet. Die Anlagen können sowohl über das öffentliche Stromnetz als auch – bei dessen Ausfall – in Kombination mit Dieselgeneratoren betrieben werden.
Das Unternehmen wies darauf hin, dass der Ausbau der eigenen Solarstromerzeugung Teil seiner Dekarbonisierungsstrategie sei. Bis 2030 plant „Nibulon“, 30 % seiner Getreidespeicheranlagen mit Solarkraftwerken auszustatten.
Durch die Installation von Solarkraftwerken kann der Strombezug vom Markt reduziert und überschüssiger Strom in die Netze der regionalen Stromversorger eingespeist werden. Zudem senkt der gemeinsame Betrieb von Solarkraftwerken und Dieselgeneratoren den Dieselverbrauch bei geplanten oder notfallbedingten Stromausfällen.
Die „SP Nibulon“ GmbH bewirtschaftete vor dem Krieg 82.000 Hektar Land in 12 Regionen der Ukraine und exportierte Agrarprodukte in über 70 Länder weltweit. Der Getreidehändler exportierte im Jahr 2021 mit 5,64 Millionen Tonnen landwirtschaftliche Erzeugnisse die höchste Menge seit Bestehen des Unternehmens. Nach Kriegsbeginn war das Unternehmen gezwungen, seinen Hauptsitz von Mykolajiw nach Kiew zu verlegen. Derzeit bewirtschaftet „Nibulon“ 52.000 Hektar Land in vier Clustern. Neben 23 Getreidespeicherkomplexen verfügt „Nibulon“ über eigene Lkw- und Eisenbahnkapazitäten sowie über eine Flotte, die in der firmeneigenen Werft gebaut wurde. Auch in Kriegszeiten führt diese Flotte weiterhin Flusstransporte durch.
Das Unternehmen baut zudem aktiv eine eigene Abteilung für humanitäre Minenräumung auf, um die Sicherheit auf den gepachteten Flächen wiederherzustellen und den Agrarsektor der Ukraine zu unterstützen. Es ist ein zertifizierter Betreiber für Minenräumungsmaßnahmen.
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