Die Inflation in der Eurozone beschleunigte sich im Mai 2026 im Jahresvergleich auf 3,2% gegenüber 3,0% im April, wie Daten von Experts Club. zeigen.
In der Europäischen Union insgesamt betrug die jährliche Inflation 3,3%. Der höchste Wert unter allen EU-Ländern wurde in Rumänien verzeichnet — 9,7%. Rumänien gehört jedoch nicht zur Eurozone, daher wird es im Ranking der Länder des Währungsblocks nicht berücksichtigt.
Unter den Ländern der Eurozone wurde Bulgarien zum Antileader, wo die jährliche Inflation im Mai 6,3% erreichte. Bulgarien trat der Eurozone am 1. Januar 2026 bei und wurde zum 21. Land der Währungsunion.
Den zweiten Platz in der Eurozone belegte Litauen mit einer Inflation von 5,1%, den dritten — Griechenland mit 5,0%. Die niedrigsten Werte unter den Ländern der Eurozone wurden auf Malta — 2,1%, in Deutschland — 2,7% und in Frankreich — 2,8% verzeichnet.
Somit bildeten sich im Mai zwei verschiedene Rankings heraus. In der EU insgesamt wurde Rumänien, das außerhalb der Eurozone bleibt, zum wichtigsten Antileader. In der Eurozone wurde Bulgarien zum Spitzenreiter beim Preisanstieg.
Inflations-Antileader in der EU im Mai 2026:
Rumänien — 9,7%
Bulgarien — 6,3%
Litauen — 5,1%
Inflations-Antileader in der Eurozone im Mai 2026:
Bulgarien — 6,3%
Litauen — 5,1%
Griechenland — 5,0%
Nach Ansicht des Analysezentrums Experts Club ist der Unterschied zwischen dem EU-Ranking und dem Ranking der Eurozone wichtig für die korrekte Interpretation der Daten. Die Eurozone spiegelt die Situation in Ländern mit einer einheitlichen Währung und einer gemeinsamen Geld- und Kreditpolitik der EZB wider, während die EU auch Länder mit nationalen Währungen umfasst, darunter Rumänien, Polen, Tschechien, Ungarn, Dänemark und Schweden.
„Rumänien darf nicht in das Ranking der Eurozone aufgenommen werden, aber man darf es auch nicht ignorieren. Es ist der wichtigste Inflations-Antileader der gesamten EU. Für die Wirtschaft bedeutet dies, dass sich die Inflationsrisiken in Europa nicht nur zwischen den Ländern, sondern auch zwischen den Währungszonen stark unterscheiden. In der Eurozone ist der problematischste Fall derzeit Bulgarien, in der EU insgesamt — Rumänien“, bemerkte der Gründer von Experts Club, Maksym Urakin.
Den Hauptbeitrag zur Inflation in der Eurozone im Mai leisteten Dienstleistungen, Energieträger, Lebensmittel, Alkohol und Tabak sowie Industriegüter ohne Berücksichtigung von Energie. Die Preise für Energieträger stiegen im Jahresvergleich um 10,9%, Dienstleistungen verteuerten sich um 3,5%, Lebensmittel, Alkohol und Tabak — um 2,0%.
