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Serbien hat einem Kindergarten in Bucha Energieausrüstung gespendet

9 Mai , 2026  

Der Kindergarten „Kapitoshka“ in Bucha im Gebiet Kiew hat im Rahmen internationaler Hilfsmaßnahmen einen Dieselgenerator und ein modernes Notstromsystem erhalten, wie der serbische Botschafter in der Ukraine, Andon Sapundži, auf seiner Facebook-Seite mitteilte.

Der Einrichtung wurden ein Dieselgenerator mit einer Leistung von 35 kW bzw. 44 kVA sowie ein hybrides Notstromsystem, bestehend aus einem Wechselrichter und Akkus, übergeben. Die Ausrüstung soll den reibungslosen Betrieb des Kindergartens bei externen Stromausfällen gewährleisten.

Nach Angaben der Bildungsabteilung des Stadtrats von Bucha verfügte „Kapitoshka“ zuvor über keine alternativen Stromquellen. Das installierte System ermöglicht es der Einrichtung, ihre Energieunabhängigkeit zu erhöhen und auch bei möglichen Stromausfällen stabile Bedingungen für die Kinder aufrechtzuerhalten.

Nach Angaben des Telegram-Kanals „Serbischer Ökonom“ wurde die Hilfe vom Malteser Hilfsdienst im Rahmen des Programms „Warmth for Ukraine“ des Souveränen Malteserordens übergeben. In den Kindergarten, in dem die Anlage bereits installiert wurde, traf eine internationale Delegation ein, der diplomatische Vertreter und stellvertretende Missionsleiter des Souveränen Malteserordens sowie aus Serbien, Montenegro, Albanien, Aserbaidschan, Indonesien, Kroatien, Polen und Nordmazedonien angehörten.

„Leider haben moderne Kriege eine gemeinsame Eigenschaft. Sie richten sich in erster Linie gegen diejenigen, die am stärksten von diesem Krieg betroffen sind. Und wir müssen diese Menschen schützen“, sagte der Botschafter des Souveränen Malteserordens in der Ukraine, Antonio Gazzanti Puliese di Cotrone.

„Deshalb freue ich mich besonders, dass ein Projekt abgeschlossen wurde, das auf die Bedürfnisse von Kindern ausgerichtet ist. Das ist eine Investition in die Zukunft für die Ukraine und für die ganze Welt“, fügte er hinzu.

Der serbische Botschafter in der Ukraine, Andon Sapundži, betonte die Bedeutung des Projekts für Butscha und seine Bewohner.

„Diese Stadt und ihre Bewohner sind Helden, die den schrecklichen Verbrechen des Jahres 2022 standgehalten haben. Ihr Mut und Ihre Einheit sind ein Vorbild für alle. Die Einweihung des hybriden Energiesystems im Kindergarten ‚Kapitoschka‘ ist nicht nur eine technische Grundlage, sondern auch ein Symbol für die Sorge um die Zukunft. Dieses Projekt ist das Ergebnis gemeinsamer Anstrengungen und internationaler Solidarität“, sagte er.
Der Sekretär des Stadtrats von Bucha, Taras Schaprawski, merkte an, dass ein schwieriger Winter bevorstehen könnte, weshalb eine solche Unterstützung für den Bildungsbereich der Gemeinde besonders wichtig sei.

Im Namen der staatlichen Verwaltung des Bezirks Kiew sprach Nikita Geraschenko. Er erklärte, dass dank der Umsetzung solcher Projekte immer mehr Bildungseinrichtungen und soziale Einrichtungen energieautark und energieeffizient werden.

Für Serbien hat die Teilnahme an solchen humanitären Projekten nicht nur diplomatische, sondern auch praktische Bedeutung. Belgrad hat sich den antirussischen Sanktionen der EU zwar nicht offiziell angeschlossen, leistet der Ukraine jedoch humanitäre Unterstützung, unter anderem im Rahmen internationaler Formate und durch Hilfe für die zivile Infrastruktur.