Business news from Ukraine

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Der Energiesektor und die chemische Industrie waren für mehr als die Hälfte der neuen Lohnrückstände in der Ukraine verantwortlich

Mehr als die Hälfte der neuen Vollstreckungsverfahren wegen Lohnrückständen in der Ukraine entfiel in den ersten acht Monaten des Jahres 2026 auf nur zwei Branchen – die Strom- und Gasversorgung sowie die Herstellung chemischer Erzeugnisse.

Nach Angaben von OpenDataBot wurden von Januar bis August 1.545 Vollstreckungsverfahren gegen Unternehmen aus dem Bereich der Strom- und Gasversorgung eingeleitet, was etwa einem Drittel aller neuen Fälle von Lohnrückständen entspricht.

Weitere 989 Verfahren, also 21 %, entfielen auf Hersteller chemischer Erzeugnisse.

Somit machten diese beiden Branchen zusammen etwa 55 % aller neuen Vollstreckungsverfahren wegen Lohnrückständen im Land aus.

An zweiter Stelle hinsichtlich der Anzahl der Verfahren stand die Branche der Herstellung von sonstigen Transportmitteln mit 263 Fällen. Auf Unternehmen des Maschinenbaus entfielen 235 Verfahren, auf Hersteller von elektrischen Geräten 191.

Insgesamt wurden in der Ukraine im Zeitraum Januar bis August 2026 4.621 neue Vollstreckungsverfahren wegen Lohnrückständen registriert, was einem Rückgang von 16 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Die hohe Konzentration der Schulden im Energiesektor und in der chemischen Industrie hängt insbesondere mit der Präsenz großer Unternehmen in diesen Sektoren zusammen, die sich in einer schwierigen finanziellen Lage befinden und erhebliche Schulden gegenüber ihren Mitarbeitern angehäuft haben.

Zu den Unternehmen mit einer hohen Anzahl neuer Vollstreckungsverfahren im Jahr 2026 zählen insbesondere „Sumykhimprom“, das Odessaer Hafenwerk, „Karpatnaftochim“ und „Dniproazot“.

Quelle: OpendataBot, Einheitliches Schuldnerregister.

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