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In den Gewässern Montenegros taucht der giftige Fugu-Fisch immer häufiger auf

Wie der Serbische Ökonom berichtet, wird in den Gewässern Montenegros immer häufiger der silbergestreifte Blasenfisch Lagocephalus sceleratus gesichtet, der als Fugu bekannt ist und zu den gefährlichsten invasiven Arten im Mittelmeerraum zählt, wie das Institut für Meeresbiologie der Universität Montenegro mitteilt.

Der wissenschaftliche Berater des Instituts für Meeresbiologie, Aleksandar Joksimović, erklärte, dass es sich nicht mehr um Zufallsfunde handele. Seinen Angaben zufolge ist diese Art seit fast zehn Jahren vor der Küste Montenegros anzutreffen und hat bereits eine stabile Population in der Adria gebildet.

Kürzlich wurde der Kugelfisch erneut vor der Küste von Budva entdeckt: Der Fisch hatte sich in einem Fischernetz verfangen. Experten warnen Fischer und Touristen, dass dieser Fisch nicht verzehrt werden darf und man nicht versuchen sollte, ihn selbst zu zerlegen oder zuzubereiten.

Die größte Gefahr geht von Tetrodotoxin aus – einem starken Neurotoxin, das in den Organen, der Haut und dem Gewebe dieses Fisches enthalten sein kann. Untersuchungen zur Art Lagocephalus sceleratus in der Adria bestätigen das Vorhandensein von Tetrodotoxin, wobei das Gift für den Menschen gefährlich ist, wenn der Fisch verzehrt wird.

Experten betonen, dass eine thermische Behandlung diesen Fisch nicht sicher macht. Daher lautet der wichtigste praktische Rat für Fischer und Urlauber: Den gefundenen Fisch nicht verzehren, nicht verkaufen und Funde den zuständigen Behörden oder dem Institut für Meeresbiologie melden.

Die Ausbreitung des Kugelfisches in der Adria wird mit der Erwärmung des Meerwassers und Veränderungen im Ökosystem des Mittelmeers in Verbindung gebracht. Die Art stammt aus dem indopazifischen Raum und breitet sich als invasive Art im Mittelmeerraum aus, unter anderem über den Suezkanal. Im Jahr 2025 berichteten Wissenschaftler zudem über den Fund dieses Fisches vor der kroatischen Küste, was eine der nördlichsten Bestätigungen seiner Präsenz im Mittelmeerraum darstellt.

Für Montenegro hat das Auftreten einer stabilen Fugu-Population nicht nur ökologische, sondern auch wirtschaftliche Bedeutung. Der Fisch kann der lokalen Fischerei schaden, in Netze geraten, den Fang beschädigen und zusätzliche Risiken für die touristischen Küstenregionen mit sich bringen. Besonders anfällig könnten Budva, die Bucht von Kotor, Bar und andere Gebiete sein, in denen Fischerei und Tourismus eng mit dem marinen Ökosystem verbunden sind.

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