Business news from Ukraine

Business news from Ukraine

Frankreich und Italien haben sich gegen die Initiative der EU ausgesprochen, Handelsabkommen ausschließlich in englischer Sprache zu verfassen

Frankreich und Italien haben sich gegen die Initiative der Europäischen Union ausgesprochen, Handelsabkommen ausschließlich in englischer Sprache zu verfassen, um die Verhandlungsprozesse zu beschleunigen. Sie berufen sich dabei auf verfassungsrechtliche Einschränkungen und Risiken für den mehrsprachigen Charakter der Arbeit der EU-Institutionen, berichtet die Financial Times.

Nach Angaben der Zeitung hat EU-Handelskommissar Maroš Šefčovič vorgeschlagen, die juristisch-technische „Fassung“ des neuen Handelsabkommens mit Indonesien vollständig in englischer Sprache zu verfassen und den endgültigen Text anschließend in alle 24 Amtssprachen der EU zu übersetzen.

Normalerweise dauert der Prozess der Abstimmung von Handelsabkommen bis zu zwei Jahre, da alle Änderungen in allen EU-Sprachen abgestimmt und umgesetzt werden müssen. Der vorgeschlagene Ansatz soll laut Šefčovič die Vorbereitungszeit auf ein Jahr verkürzen.

Er weist darauf hin, dass Verzögerungen beim Abschluss von Abkommen zu wirtschaftlichen Verlusten führen und die Realisierung der Vorteile aus den Handelsabkommen hinauszögern.

Gleichzeitig haben Frankreich und Italien Einwände erhoben und sich dabei auf verfassungsrechtliche Bestimmungen sowie den Grundsatz der Mehrsprachigkeit berufen. Ein französischer Beamter erklärte: „Dies ist eine Frage der französischen Verfassung. Frankreich kann nicht an einen Text gebunden sein oder Verpflichtungen aus einem Text übernehmen, der nicht in französischer Sprache verfasst ist.“

Den Quellen zufolge gibt es jedoch unter den EU-Mitgliedstaaten breite Unterstützung für die Idee, die Verfahren zum Abschluss von Abkommen zu beschleunigen.

In der Europäischen Kommission wird darauf hingewiesen, dass die Verwendung der englischen Sprache in der Phase der juristisch-technischen Ausarbeitung gängige Praxis bei internationalen Verhandlungen ist und nicht bedeutet, dass auf die Übersetzung der endgültigen Dokumente verzichtet wird.

, , , ,