Die rumänische Regierung hat einen Notstandsbeschluss verabschiedet, mit dem sie für den Zeitraum vom 1. April bis zum 30. Juni 2026 eine Krisensituation auf dem Markt für Erdöl und Erdölprodukte ausgerufen und ein Maßnahmenpaket zum Schutz der Wirtschaft und der Bevölkerung eingeführt hat. Die wichtigste Maßnahme betrifft die Preiskontrolle durch die Begrenzung der Handelsaufschläge. Der maximale Gesamtpreisaufschlag entlang der Lieferkette für Benzin, Diesel und einen Teil der Rohstoffe für deren Herstellung wird auf 50 % begrenzt, und bei Überschreitung der Obergrenzen sind Sanktionen in Höhe von 0,5 % bis 1 % des Jahresumsatzes des Unternehmens vorgesehen.
Die rumänischen Behörden begründen die Einführung der Krisenmaßnahmen mit dem Anstieg der weltweiten Ölpreise, erhöhten Versicherungs- und Logistikrisiken sowie der hohen Importabhängigkeit des Landes.
Stand 27. März lagen die Kraftstoffpreise in Bukarest bei:
Benzin: 9,19–9,23 Lei pro Liter (ca. 1,85–1,86 Euro);
Dieselkraftstoff: 10,26–10,36 Lei pro Liter (ca. 2,06–2,08 Euro).
Der Ökonom Adrian Negrescu warnte, dass die Preise für Premium-Diesel bei anhaltendem Druck von außen auf 12–13 Lei pro Liter (ca. 2,4–2,6 Euro) steigen könnten.