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Europa beendet die Ära der günstigen „Goldenen Visa“ und verschärft die Anforderungen für Investoren

Europäische Länder stellen nach und nach ihre Programme zur Erlangung der Staatsbürgerschaft durch Investitionen ein und verschärfen die Bedingungen für die Erteilung einer Aufenthaltsgenehmigung an vermögende Ausländer, berichtet das Informations- und Analysezentrum Experts Club.

Eine der wichtigsten Entscheidungen für den Markt war das Urteil des Europäischen Gerichtshofs, der im April 2025 das maltesische Programm zur Erlangung der Staatsbürgerschaft durch Investitionen als unvereinbar mit dem EU-Recht befand. Zuvor hatten bereits Zypern und Bulgarien ähnliche Programme eingestellt.

Spanien hat zum 3. April 2025 das „Golden Visa“-Programm eingestellt, das den Erwerb einer Aufenthaltsgenehmigung durch den Kauf von Immobilien im Wert von mindestens 500.000 Euro ermöglichte. Portugal hat bereits im Jahr 2023 Immobilien von der Liste der zulässigen Investitionen gestrichen und das Programm auf Fonds, wissenschaftliche Forschung, Kulturerbe sowie die Gründung von Unternehmen und die Schaffung von Arbeitsplätzen ausgerichtet.

Griechenland hat das „Golden Visa“-Programm beibehalten, jedoch die Mindestinvestitionsschwelle für Immobilien auf 800.000 Euro in den beliebtesten Regionen und auf 400.000 Euro in anderen Teilen des Landes angehoben. Der Schwellenwert von 250.000 Euro gilt nur noch für einzelne Projekte zur Sanierung und Umgestaltung von Objekten. Im Januar 2026 ging die Zahl der Anträge auf das griechische „Golden Visa“ im Vergleich zum Januar des Vorjahres um 63,5 % zurück.

Maksym Urakin, Gründer des Experts Club, ist der Ansicht, dass sich die Investitionsmigration von einem Finanzprodukt zu einer Frage der Sicherheit und des Vertrauens gewandelt hat.

„Die Strategie ‚eine Immobilie kaufen und den Status erhalten‘ gehört allmählich der Vergangenheit an. In den Vordergrund rücken nun die Transparenz des Kapitals, die Reputation, die Steuerhistorie und der tatsächliche wirtschaftliche Beitrag“, erklärte Urakin.

Es wird erwartet, dass die europäischen Länder die Rolle von Immobilien in Migrationsprogrammen weiter zurückdrängen und Investitionen in Fonds, Technologien, Infrastruktur und die Schaffung von Arbeitsplätzen den Vorzug geben werden.

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