Der finnische Telekommunikationsausrüster Nokia plant, bis Ende des Jahres fast alle Werke auf dem chinesischen Festland zu schließen, berichtet die „South China Morning Post“ unter Berufung auf gut informierte Quellen.
Den Quellen zufolge wird das Unternehmen den Großteil aller Mitarbeiter im Land entlassen. Ende 2025 zählte Nokia in China, Hongkong und Taiwan rund 7.200 Mitarbeiter.
Ein Sprecher von Nokia erklärte, dass das Geschäft des Unternehmens in China in den letzten Jahren einen Rückgang verzeichnet habe und man plane, die Aktivitäten im Land anzupassen. Weitere Details gab das Unternehmen nicht bekannt.
Im vergangenen Jahr berichtete die Financial Times unter Berufung auf Quellen, dass China den Einsatz von Technologien des finnischen Unternehmens Nokia und des schwedischen Unternehmens Ericsson in Telekommunikationsnetzen einschränke. Insbesondere müssen staatlich beteiligte Unternehmen, die Ausrüstung beschaffen – darunter auch Mobilfunkbetreiber –, Verträge mit diesen Firmen an die chinesische Behörde für Cybersicherheit weiterleiten, damit diese im Hinblick auf die nationale Sicherheit geprüft werden. Die Prüfung kann drei Monate oder länger dauern, und selbst im Falle einer positiven Entscheidung befinden sich die europäischen Akteure im Vergleich zu ihren chinesischen Konkurrenten im Nachteil.
Die Nokia-Aktie verliert am Dienstag fast 6 % an Wert. Seit Jahresbeginn ist die Marktkapitalisierung des Unternehmens um mehr als 60 % auf 53,58 Milliarden Euro gestiegen.
Der finnische Telekommunikationsausrüster Nokia wird die Zahl der Router, die der Ukraine für Schulheime zur Verfügung gestellt werden, auf 5.000 erhöhen. Dies erklärte der stellvertretende Ministerpräsident und Minister für digitale Transformation Michail Fedorow nach einem Treffen mit dem Nokia-CEO Pekka Lundmark in Davos.
„Nach dem 24. Februar haben wir 1.770 Router von Nokia erhalten, die die Schulheime mit Internet versorgen. Eine zweite Charge von weiteren 3.230 Routern wird in Kürze eintreffen. Diese werden es Zehntausenden von Kindern ermöglichen, während der Luftangriffe ihren Unterricht in den Schulbunkern sicher fortzusetzen“, schrieb Fedorov am Freitag in seinem Telegramm-Feed.
Zu den künftigen Projekten gehöre auch der Bau einer Internet-Backbone-Leitung über das Schwarze Meer.
„Dies wird die Ukraine für führende Technologieunternehmen wie Amazon und Meta attraktiver machen“, sagte der stellvertretende Premierminister.
Er fügte hinzu, dass der Nokia-CEO auch vorschlug, ein lokales Expertenteam einzurichten, das beim Wiederaufbau, der Verbesserung der Nachhaltigkeit und der Modernisierung der digitalen Infrastruktur der Ukraine berät.