Business news from Ukraine

Business news from Ukraine

Neues Auswahlverfahren für die Leitung von IDS Ukraine hat zweifelhafte Aussichten – ehemaliger stellvertretender Vorsitzender der ARMA

Die Durchführung eines neuen Auswahlverfahrens zur Ernennung eines Vermögensverwalters für IDS Ukraine, den Hersteller der Mineralwässer „Morshynska“ und „Mirgorodska“, könnte bis zur Entscheidung des Obersten Antikorruptionsgerichts nur begrenzte Aussichten haben, erklärte der Experte des Antikorruptionsausschusses der Werchowna Rada und ehemalige stellvertretende Vorsitzende der ARMA, Pawlo Welikorechanin, in einem Exklusivinterview mit der Agentur „Interfax-Ukraine“.

Die ARMA hatte zuvor eine weitere Ausschreibung zur Auswahl eines Vermögensverwalters für IDS Ukraine angekündigt und rechnet damit, diese im September durchzuführen.

Laut Velikorechanin bestehen jedoch rechtliche Hindernisse, die das Interesse potenzieller Teilnehmer erheblich mindern könnten.

Insbesondere fehlt in einigen Gerichtsurteilen ein klares Verbot für die derzeitigen Betreiber, das Vermögen der Unternehmen zu nutzen. Dies könnte die tatsächliche Übertragung der Kontrolle an den neuen Verwalter erschweren.

Zudem beträgt der Anteil der von Sanktionen betroffenen Personen bei IDS Ukraine nach Angaben des Unternehmens selbst 49,7 %, also weniger als 100 %. Nach der neuen Gesetzgebung ist in einer solchen Situation für die Verwaltung entweder die Zustimmung der anderen Miteigentümer oder ein Beschluss über die Einziehung des entsprechenden Anteils zugunsten des Staatshaushalts erforderlich.

Derzeit wird vor dem Obersten Antimonopol- und Kartellgericht (VAKS) ein Verfahren zur Einziehung von Vermögenswerten zugunsten des Staates verhandelt; eine Entscheidung wird im Herbst erwartet.

„Solange das VAKS keine Entscheidung über die Einziehung dieses Anteils zugunsten des Staates getroffen hat und dieser nicht an den Staatsvermögensfonds übergegangen ist, sind die Aussichten für die Durchführung jeglicher Ausschreibungen der ARMA bezüglich IDS sehr zweifelhaft“, erklärte Velikorechanin.

Zuvor gab es mehrere Versuche, die Vermögenswerte von IDS Ukraine in die Verwaltung zu überführen. Insbesondere wurde ein Vertrag mit dem Unternehmen „Karpatskaya Dzherelna“ unterzeichnet; das Genehmigungsverfahren für den Zusammenschluss beim Kartellamt dauerte jedoch etwa eineinhalb Jahre und wurde nicht abgeschlossen, woraufhin der Vertrag gekündigt wurde.

, , , , ,