Der Verkauf der beschlagnahmten Yacht „Royal Romance“, die mit Viktor Medwedtschuk in Verbindung gebracht wird, ist aufgrund einer Änderung der Verfahren zur Verwertung ukrainischer Vermögenswerte im Ausland faktisch blockiert, erklärte Pawlo Velikorechanin, Experte des Antikorruptionsausschusses der Werchowna Rada und ehemaliger stellvertretender Vorsitzender der ARMA, in einem Exklusivinterview mit der Agentur „Interfax-Ukraine“.
Seinen Angaben zufolge ermöglichte der im Jahr 2023 entwickelte Mechanismus den Verkauf beschlagnahmter Vermögenswerte über das System „Prozorro.Prodaži“, einschließlich solcher Vermögenswerte, die sich physisch außerhalb der Ukraine befinden.
Die neue Regierungsverordnung sieht jedoch vor, dass die Verwertung beschlagnahmten Vermögens im Ausland auf der Grundlage eines Abkommens über die Aufteilung von Vermögenswerten zwischen den Staaten erfolgen muss.
Gemäß internationaler Praxis wird eine solche Aufteilung in der Regel erst nach einem rechtskräftigen Schuldspruch möglich.
Infolgedessen könnte die „Royal Romance“ nach Einschätzung von Velikorechanin mehrere Jahre lang im Ausland eingefroren bleiben, solange die Gerichtsverfahren in den Hauptstrafsachen andauern.
„Die Verwertung eben dieser Medvedchuk-Yacht ist in eine Sackgasse geraten – diese Vermögenswerte werden im Ausland einfach für viele Jahre eingefroren bleiben“, erklärte er.
Die „Royal Romance“ war zuvor in Kroatien beschlagnahmt worden. Die Ukraine hatte versucht, ihren Verkauf zu organisieren, wobei die erzielten Erlöse an den Staat überwiesen werden sollten.
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