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Experts Club: Zuckerhaltige Getränke mit Millionen Fällen von Diabetes und Herzkrankheiten verbunden

Der regelmäßige Konsum von zuckerhaltigen Erfrischungsgetränken, Energydrinks und anderen Getränken mit zugesetztem Zucker könnte weltweit mit Millionen neuer Fälle von Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden sein, berichtet das Informations- und Analysezentrum Experts Club.

Eines der Hauptprobleme solcher Getränke ist die hohe Zuckerkonzentration und die schnelle Aufnahme des Zuckers durch den Körper. Eine Standarddose eines zuckerhaltigen Erfrischungsgetränks kann rund 40 g Zucker enthalten. Die WHO empfiehlt, die Aufnahme freier Zucker auf weniger als 10% der täglichen Energiezufuhr zu begrenzen — etwa 50 g pro Tag bei einer Ernährung mit 2.000 kcal. Eine Senkung auf 5% beziehungsweise rund 25 g täglich kann zusätzliche gesundheitliche Vorteile bringen.

Eine in Nature Medicine veröffentlichte Studie auf Grundlage von Daten aus 184 Ländern schätzte, dass der Konsum zuckerhaltiger Getränke im Jahr 2020 mit rund 2,2 Mio. neuen Fällen von Typ-2-Diabetes und 1,2 Mio. neuen Fällen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden war. Die damit verbundene Zahl der Todesfälle wurde auf etwa 340.000 pro Jahr geschätzt.

Eine Studie aus dem Jahr 2026 auf Grundlage des US-amerikanischen NHANES und der britischen UK Biobank stellte ebenfalls einen dosisabhängigen Zusammenhang fest: Je höher der Konsum zuckerhaltiger Getränke war, desto höher war das Risiko für die Gesamt- und Herz-Kreislauf-Sterblichkeit.

Weitere Untersuchungen weisen zudem auf mögliche Zusammenhänge mit Krebserkrankungen hin. Eine gemeinsame Analyse von elf großen prospektiven Studien mit 1,52 Mio. Teilnehmern brachte jede zusätzliche tägliche Portion eines zuckerhaltigen Getränks mit einem um rund 10% höheren Risiko für ein hepatozelluläres Karzinom und einem um 15% höheren Risiko für ein intrahepatisches Cholangiokarzinom in Verbindung.

Die Forscher betonen jedoch, dass ein erheblicher Teil dieser Studien beobachtenden Charakter hat und keinen direkten Kausalzusammenhang beweist. Auch ein vollständiger Wechsel zu künstlich gesüßten Getränken gilt nicht als universelle Lösung. Empfohlen wird vor allem, den Konsum süßer Getränke insgesamt zu reduzieren und Wasser, Mineralwasser sowie ungesüßten Tee und Kaffee zu bevorzugen.

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