Der ukrainische Getreidemarkt geht mit erheblichem Druck aufgrund der aufgelaufenen Lagerbestände und des verschärften globalen Wettbewerbs in das Wirtschaftsjahr 2026–2027 (WJ, Juli–Juni) hinein, teilte die Informations- und Analyseagentur „UkrAgroConsult“ mit.
„Ein entscheidender Faktor bleibt die Anhäufung von Überhangbeständen, die etwa 10,7 Mio. Tonnen erreichen könnten, was Druck auf die Preisentwicklung ausübt“, stellten die Analysten fest.
Ihren Prognosen zufolge wird die Bruttoerzeugung von Getreide in der Ukraine in der Saison 2026 bei etwa 60,3 Mio. Tonnen liegen, wobei etwa 51 Mio. Tonnen auf die Außenmärkte geliefert werden.
Als Haupttrends der Saison nannte „UkrAgroConsult“ die wachsende Rolle der Logistik, der Kosten und des globalen Wettbewerbs. Nach Einschätzung der Analysten wird die Exportdynamik durch die Notwendigkeit einer Marktentlastung geprägt sein, und der Markt selbst wird in eine Käufermarktphase übergehen.