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Serbien hat mit MOL den Kauf weiterer 5 % der Anteile an NIS vereinbart

11 Juni , 2026  

Wie der Serbische Ökonom berichtet, hat Serbien die Verhandlungen mit der ungarischen MOL über eine Aktionärsvereinbarung bezüglich NIS abgeschlossen und wird weitere 5 % der Anteile an dem serbischen Ölkonzern erwerben können, sofern sich MOL mit „Gazprom Neft“ über den Rückkauf des russischen Anteils einigt und die Vereinbarung die Genehmigung der US-Finanzbehörde OFAC (Office of Foreign Assets Control) erhält.

Dies teilte die serbische Ministerin für Bergbau und Energie, Dubravka Jedović-Handanović, mit.

Derzeit hält Serbien 29,9 % der Anteile an NIS. Die russischen Unternehmen „Gazprom Neft“ und „Gazprom“ kontrollieren zusammen rund 56,2 % des Unternehmens. Die ungarische MOL verhandelt über den Kauf dieses Anteils, doch die Transaktion erfordert aufgrund der Sanktionen im Zusammenhang mit der russischen Beteiligung an NIS die Zustimmung der OFAC.

Laut Jedovic-Handanovic wird der Kauf weiterer 5 % die Position Serbiens bei der Verabschiedung und Blockierung strategisch wichtiger Entscheidungen für die Wirtschaft des Landes stärken. Für Belgrad ist dies von grundlegender Bedeutung, da NIS die zentrale Ölinfrastruktur Serbiens kontrolliert, einschließlich der einzigen Ölraffinerie des Landes in Pančevo.

Im Rahmen der Vereinbarungen hat sich MOL zudem verpflichtet, den Betrieb der Ölraffinerie in Pančevo mindestens auf dem Niveau der durchschnittlichen Jahreskapazitäten der letzten vier Jahre vor der Verhängung der US-Sanktionen aufrechtzuerhalten.

Für Serbien ist die Vereinbarung rund um NIS eines der zentralen Energiethemen des Jahres 2026. Belgrad muss gleichzeitig die Stabilität der Brennstoffversorgung gewährleisten, Sanktionsrisiken verringern und seinen Einfluss auf das Unternehmen bewahren, das für die Wirtschaft des Landes von systemischer Bedeutung ist.

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