Wie die serbische Wirtschaftszeitung Parametar berichtet, hat der serbische Öl- und Gaskonzern NIS beim Amt für die Kontrolle ausländischer Vermögenswerte (OFAC) des US-Finanzministeriums einen neuen Antrag auf eine Sondergenehmigung gestellt, die es dem Unternehmen ermöglichen soll, seine Geschäftstätigkeit über den 30. September hinaus fortzusetzen. Genau an diesem Tag läuft die Gültigkeit der derzeitigen Genehmigung aus.
Bei NIS betont man, dass der reibungslose Betrieb des Unternehmens, die stabile Tätigkeit der Ölraffinerie in Pančevo und die regelmäßige Versorgung des serbischen Marktes mit Erdölprodukten von entscheidender Bedeutung für die energetische Stabilität des Landes sind.
Die US-Sanktionen gegen NIS wurden Anfang 2025 aufgrund der russischen Beteiligung am Kapital des Unternehmens verhängt. Seitdem hat die OFAC wiederholt befristete Lizenzen erteilt, die es NIS ermöglichten, den Betrieb fortzusetzen.
Parallel dazu läuft der Prozess der Umstrukturierung der Eigentumsverhältnisse bei NIS. Die ungarische MOL führt Verhandlungen mit „Gazprom Neft“ über den Erwerb von 56,15 % der NIS-Anteile. Im Juni haben die serbische Regierung und MOL bereits eine Aktionärsvereinbarung unterzeichnet, die das künftige Führungsmodell des Unternehmens im Falle eines Abschlusses der Transaktion festlegt.
Für den Abschluss der Transaktion sind nicht nur der Kaufvertrag zwischen MOL und „Gazprom Neft“, sondern auch zusätzliche Genehmigungen der Aufsichtsbehörden, vor allem der OFAC, erforderlich. Serbien hat zudem vereinbart, seinen Anteil an NIS um weitere 5 Prozentpunkte erhöhen zu können.
Die serbischen Behörden hatten zuvor mitgeteilt, dass auch ein Unternehmen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten an der künftigen Struktur der Transaktion beteiligt sein könnte. Dabei geht es um den möglichen Einstieg eines nahöstlichen Investors in das Kapital von NIS nach Abschluss der Transaktion mit MOL.
Zum 30. Juni 2026 hielt „Gazprom Neft“ 44,85 % an NIS, die Republik Serbien 29,87 % und weitere 11,3 % befanden sich im Besitz von JSC Intelligence. Die übrigen Anteile gehören Minderheitsinvestoren.
NIS bleibt das wichtigste Ölunternehmen Serbiens. Es besitzt eine Ölraffinerie in Pančevo, und das Tankstellennetz des Unternehmens ist auch in den Nachbarländern der Region vertreten.
Derzeit ist die größte Ungewissheit für den serbischen Energiemarkt, ob die OFAC die Lizenz noch vor Ablauf der aktuellen Genehmigung am 30. September verlängern wird, solange die Verhandlungen über den Eigentümerwechsel bei NIS noch nicht abgeschlossen sind.
Wie der Serbische Ökonom berichtet, hat Serbien die Verhandlungen mit der ungarischen MOL über eine Aktionärsvereinbarung bezüglich NIS abgeschlossen und wird weitere 5 % der Anteile an dem serbischen Ölkonzern erwerben können, sofern sich MOL mit „Gazprom Neft“ über den Rückkauf des russischen Anteils einigt und die Vereinbarung die Genehmigung der US-Finanzbehörde OFAC (Office of Foreign Assets Control) erhält.
Dies teilte die serbische Ministerin für Bergbau und Energie, Dubravka Jedović-Handanović, mit.
Derzeit hält Serbien 29,9 % der Anteile an NIS. Die russischen Unternehmen „Gazprom Neft“ und „Gazprom“ kontrollieren zusammen rund 56,2 % des Unternehmens. Die ungarische MOL verhandelt über den Kauf dieses Anteils, doch die Transaktion erfordert aufgrund der Sanktionen im Zusammenhang mit der russischen Beteiligung an NIS die Zustimmung der OFAC.
Laut Jedovic-Handanovic wird der Kauf weiterer 5 % die Position Serbiens bei der Verabschiedung und Blockierung strategisch wichtiger Entscheidungen für die Wirtschaft des Landes stärken. Für Belgrad ist dies von grundlegender Bedeutung, da NIS die zentrale Ölinfrastruktur Serbiens kontrolliert, einschließlich der einzigen Ölraffinerie des Landes in Pančevo.
Im Rahmen der Vereinbarungen hat sich MOL zudem verpflichtet, den Betrieb der Ölraffinerie in Pančevo mindestens auf dem Niveau der durchschnittlichen Jahreskapazitäten der letzten vier Jahre vor der Verhängung der US-Sanktionen aufrechtzuerhalten.
Für Serbien ist die Vereinbarung rund um NIS eines der zentralen Energiethemen des Jahres 2026. Belgrad muss gleichzeitig die Stabilität der Brennstoffversorgung gewährleisten, Sanktionsrisiken verringern und seinen Einfluss auf das Unternehmen bewahren, das für die Wirtschaft des Landes von systemischer Bedeutung ist.
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Wie Serbian Economist berichtet, erklärte die serbische Ministerin für Bergbau und Energie, Dubravka Jedović-Handanović, dass die Parteien nach Treffen der operativen und juristischen Teams der serbischen Regierung und der ungarischen MOL über die Zukunft von NIS davon ausgehen, bis Ende der Woche etwa 90 % der Positionen abzustimmen. Ihren Worten zufolge sind einige Fragen bereits geklärt, während die übrigen wahrscheinlich auf eine höhere Verhandlungsebene verlagert werden.
Die Verhandlungen verlaufen in zwei parallelen Richtungen: MOL führt einen Dialog mit dem russischen Mehrheitsaktionär über den Kauf seines Anteils an NIS und erörtert separat mit der serbischen Regierung die Rechte und Pflichten der Aktionäre nach einer möglichen Änderung der Eigentümerstruktur.
Belgrad ist bestrebt, die Verhandlungen zu nutzen, um seine Position im Vergleich zur Situation nach den Vereinbarungen von 2008 zu verbessern. Zu den serbischen Prioritäten zählte die Ministerin die Erhöhung des staatlichen Anteils am Kapital von NIS um 5 %, die Beibehaltung der dominierenden Rolle des Unternehmens auf dem Binnenmarkt sowie die Verpflichtung zur Aufrechterhaltung einer bestimmten Verarbeitungskapazität in der Raffinerie in Pančevo.
Für Serbien hat diese Frage nicht nur unternehmerische, sondern auch strategische Bedeutung. Die Ministerin stellte einen direkten Zusammenhang zwischen dem stabilen Betrieb von NIS und der Raffinerie in Pančevo sowie dem BIP, der Beschäftigung und der Versorgungssicherheit her und betonte, dass es vor dem Hintergrund der aktuellen Energiekrise besonders wichtig sei, über eine eigene Ölraffineriebasis zu verfügen, auf die sich das Land stützen könne.
Ein separater Verhandlungspunkt sind die in der Vergangenheit eingegangenen finanziellen Verpflichtungen von NIS und die Frage, wie der potenzielle neue Eigentümer deren weitere Erfüllung oder einen möglichen Ersatz durch andere Investitionen sieht.
Die Ministerin brachte die Verhandlungen über NIS auch mit einer umfassenderen serbisch-ungarischen Energiekooperation in Verbindung. Sie erklärte, dass Belgrad auf die Fortsetzung des Baus der gemeinsamen Ölpipeline Serbien–Ungarn setze, die eine wichtige alternative Lieferroute insbesondere für die Raffinerie in Pančevo darstellen solle. Darüber hinaus erinnerte Jedović-Handanović daran, dass Ungarn Gas über Serbien bezieht und ein Teil der serbischen Gasvorräte auf ungarischem Gebiet gelagert wird.
Sollte die Vereinbarung mit MOL in den nächsten Tagen tatsächlich zu 90 % unter Dach und Fach sein, erhält Belgrad klarere Rahmenbedingungen für die Wahrung seiner Interessen in der größten Ölgesellschaft des Landes.
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Wie Serbian Economist berichtet, hat das ungarische Öl- und Gasunternehmen MOL von den US-Behörden die Genehmigung erhalten, die Verhandlungen über den Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung an der serbischen NIS bis zum 22. Mai 2026 fortzusetzen. Dies berichtete die Agentur Reuters unter Berufung auf eine Erklärung von MOL.
Es handelt sich um Verhandlungen über den Kauf der Anteile der russischen Aktionäre – Gazprom Neft und Gazprom –, denen jeweils 44,9 % und 11,3 % an NIS gehören. Zunächst hatte das Amt für die Kontrolle ausländischer Vermögenswerte (OFAC) des US-Finanzministeriums eine Frist bis zum 24. März für die Abstimmung über den Ausstieg der russischen Unternehmen aus dem Kapital von NIS gesetzt, doch nun wurde diese Frist bis zum 22. Mai verlängert.
Im Januar unterzeichnete MOL eine verbindliche Vereinbarung mit den russischen Aktionären über den Kauf ihrer Anteile an NIS, wobei die emiratische ADNOC im Rahmen dieser Vereinbarung eine Minderheitsbeteiligung erhalten soll. Die serbische Regierung behält 29,9 % an dem Unternehmen.
Für Serbien ist die Frage des Eigentümerwechsels bei NIS von strategischer Bedeutung, da das Unternehmen der größte Kraftstofflieferant des Landes und Betreiber der einzigen Ölraffinerie in Pančevo bleibt. Letzte Woche verlängerten die USA zudem die Sanktionsaussetzung für NIS selbst bis zum 17. April, damit das Unternehmen weiterhin Rohöl importieren kann.
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