Die ukrainischen Seehäfen haben seit Anfang 2026 40 Millionen Tonnen Fracht umgeschlagen, davon mehr als 20 Millionen Tonnen Getreide, wie das Ministerium für kommunale und territoriale Entwicklung am Donnerstag mitteilte.
„Trotz ständiger Beschüsse und Sicherheitsrisiken bleibt die Seeverkehrsbranche stabil. Der Betrieb des ukrainischen Seekorridors ermöglicht einen stabilen Export ukrainischer Produkte in Dutzende Länder weltweit und stützt damit sowohl die nationale Wirtschaft als auch globale Lieferketten“, wird der für den Wiederaufbau zuständige Vizepremierminister und Minister für kommunale und territoriale Entwicklung, Oleksij Kuleba, in der Pressemitteilung zitiert.
Das Ministerium präzisierte, dass der Feind allein seit Jahresbeginn mehr als 1.500 Angriffsdrohnen auf ukrainische Häfen abgefeuert habe.
Zudem seien seit Beginn der groß angelegten Invasion 966 Objekte der Hafeninfrastruktur sowie mehr als 200 zivile Schiffe beschädigt oder zerstört worden.
Zudem wurden infolge der Angriffe auf ukrainische Häfen 257 Zivilisten verletzt oder getötet.
„Gleichzeitig bleibt die Schifffahrtsbranche stabil. Der Betrieb des ukrainischen Seekorridors ermöglicht es, einen stabilen Export ukrainischer Produkte in Dutzende Länder weltweit zu gewährleisten und globale Lieferketten aufrechtzuerhalten“, heißt es in der Mitteilung.
Wie berichtet, haben die ukrainischen Häfen im April 2026 35,8 % mehr Fracht umgeschlagen als im April 2025 – insgesamt 8,2 Millionen Tonnen.
Im ersten Quartal 2026 verzeichneten die ukrainischen Häfen im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum des Jahres 2025 einen Rückgang des Frachtumschlags um 8,3 % auf 21,1 Mio. Tonnen.
Im Jahr 2025 sei der Güterumschlag der ukrainischen Seehäfen im Vergleich zu 2024 um 15,9 % auf 81,7 Mio. Tonnen zurückgegangen, so Kuleba. Ihren Angaben zufolge bildeten Agrarprodukte mit 44,2 Mio. Tonnen den Großteil des Güterumschlags, was einem Rückgang von 26,3 % gegenüber dem Wert von 2024 entspricht; gleichzeitig stieg der Containerverkehr um 66,1 % auf 215,75 Tausend.