Die Ukraine importierte von Januar bis Juli 2026 28,3 Tausend Tonnen Käse, was einem Anstieg von 24,7 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht, während die Exporte von ukrainischem Käse nur um 1,2 % auf 8,2 Tausend Tonnen stiegen.
Dies geht aus Daten des Staatlichen Zolldienstes hervor, die der Verband der Milchproduzenten (AVM) in einer Veröffentlichung vom 26. August zitiert.
Somit war nach Berechnungen auf der Grundlage der Daten des AVM das physische Importvolumen von Käse etwa 3,5-mal so groß wie das Exportvolumen, und die Differenz zwischen Ein- und Ausfuhren belief sich auf rund 20,1 Tausend Tonnen.
Noch deutlicher ist die Differenz in wertmäßiger Hinsicht. Der Wert der in den sieben Monaten importierten Käse belief sich auf 168,8 Mio. US-Dollar, was einem Anstieg um 17,9 % entspricht, während die Exporte der Ukraine 37,4 Mio. US-Dollar einbrachten, was nur 0,5 % mehr ist als im Vorjahr.
Somit überstiegen die Importe die Exporte wertmäßig um etwa das 4,5-Fache, und das Handelsdefizit bei Käse belief sich auf rund 131,4 Mio. US-Dollar.
Aus den von der APM vorgelegten Daten geht zudem hervor, dass der durchschnittliche rechnerische Wert des importierten Käses bei etwa 6.000 US-Dollar pro Tonne lag, der des exportierten bei etwa 4.600 US-Dollar pro Tonne.
Dabei steigen die Importe in physischen Mengen deutlich schneller als ihr Wert: Das Volumen stieg um 24,7 %, die Anschaffungskosten hingegen um 17,9 %. Dies deutet auf einen Rückgang des durchschnittlichen rechnerischen Importwerts pro Tonne um etwa 5 % im Vergleich zum Zeitraum Januar bis Juli des Vorjahres hin.
Zum Vergleich: Die gesamten Wareneinfuhren der Ukraine beliefen sich im Zeitraum Januar bis Juli 2026 auf 58,1 Mrd. US-Dollar, die Ausfuhren auf 24,1 Mrd. US-Dollar, wie der Staatliche Zolldienst mitteilte.
Die wichtigsten Lieferanten von Käse auf den ukrainischen Markt sind nach wie vor Polen, Deutschland und die Niederlande, während ukrainische Produkte vorwiegend nach Moldawien, Kasachstan und Deutschland geliefert werden.
Primärquelle: Verband der Milcherzeuger unter Berufung auf Daten des Staatlichen Zolldienstes.