Der ukrainische Minister für Bildung und Wissenschaft, Andrij Butenko, hat gemeinsam mit dem polnischen Minister für Wissenschaft und Hochschulbildung, Marcin Kulasek, auf dem Berg Pip Ivan ein neues internationales Zentrum für die gemeinsame Nutzung wissenschaftlicher Geräte eröffnet und eine Kooperationserklärung unterzeichnet.
„Wir haben vereinbart, die Karpaten als gemeinsamen europäischen Raum für Wissenschaft und Bildung zu entwickeln: gemeinsame Forschungsprojekte, Austausch von Studierenden und Wissenschaftlern sowie die Förderung junger Forscherinnen und Forscher. Hier wurde ein Teleskop unter einer Kuppel installiert, die speziell für die schwierigen Wetterbedingungen in den Bergen konzipiert wurde. Dem Teleskop wird zudem ein robotergestützter Komplex hinzugefügt – und es wird ferngesteuert werden können. Dies ist eine von vier Hochgebirgsobservatorien dieses Niveaus“, schrieb Budenko auf Facebook.
Seinen Angaben zufolge wurde die Sternwarte von der Vasyl-Stefanyk-Karpaten-Nationaluniversität gemeinsam mit polnischen Partnern wiederhergestellt.
„Sie werden hier gemeinsam arbeiten, aber die Ausrüstung steht auch anderen offen: Jedes Forschungsteam kann einen Antrag stellen“, erklärte der Minister.
Er wies darauf hin, dass die Astronomie hier nicht der einzige Forschungsschwerpunkt sei, da die Tschornogora durch ihre hochgelegene Flora und einzigartige Ökosysteme geprägt sei, in denen Klima und Natur erforscht werden könnten. Vor Ort gibt es meteorologische Labore.
Der Minister erinnerte daran, dass die Sternwarte bereits 1938 als Forschungsstation der Universität Warschau errichtet wurde. Später wurde sie von den sowjetischen Behörden zerstört, und jahrzehntelang stand auf dem Gipfel eine Ruine. Ukrainer und Polen haben sie gemeinsam wieder aufgebaut. Das Projekt begann bereits im Jahr 2012.