Die Rentabilität des Bitcoin-Minings hat sich im August 2026 dank des starken Kursanstiegs der größten Kryptowährung deutlich erholt, doch die Wirtschaftlichkeit der Branche bleibt deutlich hinter den Werten des Vorjahres zurück – wie Fixygen berichtet.
Laut dem am 8. September veröffentlichten Monatsbericht des Luxor Hashrate Index begann der Hashpreis in US-Dollar – der berechnete Ertrag eines Miners pro Einheit Rechenleistung – den August bei 31,63 US-Dollar pro PH/s pro Tag und schloss den Monat bei 39,33 US-Dollar ab, was einem Anstieg von 24,4 % entspricht.
Dies war der stärkste monatliche Anstieg des Indikators seit November 2024. Am 27. August stieg der Hashpreis vorübergehend erstmals seit 220 Tagen über 40 US-Dollar.
Der Hauptgrund für die Verbesserung der Mining-Wirtschaft war Bitcoin. Im August stieg sein Kurs von 62.889 US-Dollar auf 78.312 US-Dollar, was einem Anstieg von 24,5 % entspricht. Der durchschnittliche BTC-Preis stieg im Monatsverlauf um 8,7 % auf 69.263 $.
Der durchschnittliche Hashpreis lag im August bei 34,63 $ gegenüber 31,21 $ im Juli, was einem Anstieg von 10,9 % entspricht.
Doch selbst nach dieser Erholung bleibt die Rentabilität deutlich unter dem Vorjahresniveau. Der durchschnittliche Hashpreis im August lag etwa 32 % unter dem Durchschnittswert des Jahres 2025, der bei 50,68 $ pro PH/s pro Tag lag.
Zusätzliche Unterstützung erhielten die Miner durch die relativ stabile Netzwerkschwierigkeit. Im August glichen sich zwei Neuberechnungen fast gegenseitig aus, sodass die endgültige Veränderung bei etwa minus 0,34 % lag. Die durchschnittliche Komplexität lag um 2 % unter dem Juli-Wert.
Dennoch stieg die Netzwerkkomplexität bereits am 5. September um 1,31 %, da ein Teil der zuvor abgeschalteten Rechenkapazitäten wieder ins Netzwerk zurückkehrte. Luxor stellt fest, dass sich die Mining-Aktivität nach dem Rückgang der Hashrate im Juni und Juli wieder erholt.
Der Anstieg der Rechenleistung könnte erneut Druck auf die Rentabilität ausüben. Je mehr Geräte um die unveränderte Blockprämie konkurrieren, desto geringer ist der Anteil des Ertrags pro Hashrate-Einheit.
Auch für weniger effiziente Geräte bleibt die Situation schwierig. Nach Schätzungen von Luxor erzielten Geräte mit einer Energieeffizienz von 25–38 J/TH im August im Durchschnitt eine Energie-Rentabilität von etwa 45 US-Dollar pro MWh bei durchschnittlichen Netzstrompreisen von etwa 48 US-Dollar pro MWh. Das bedeutet, dass ein Teil der älteren Geräte weiterhin nahe oder unterhalb der Gewinnschwelle operiert.
Infolgedessen verschaffte der August den Minern eine spürbare Atempause, doch die Nachhaltigkeit der Erholung wird von gleich drei Faktoren abhängen – dem Bitcoin-Preis, der Netzwerkkomplexität und den Stromkosten.
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