Am 10. September 2026 fand in Basel das Forum zur kommunalen Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und der Ukraine statt, das der Entwicklung von Partnerschaften zwischen ukrainischen und schweizerischen Städten sowie der Umsetzung gemeinsamer Projekte zum Wiederaufbau und zur Stärkung der Resilienz von Gemeinden gewidmet war, wie die Botschaft der Ukraine in der Schweizerischen Eidgenossenschaft und im Fürstentum Liechtenstein mitteilte.
Das Forum brachte Vertreter der zentralen und lokalen Behörden der Ukraine und der Schweiz sowie von Fachorganisationen beider Länder zusammen. Es wurde gemeinsam von der Schweizer Regierung, den Städten Basel, Bern und Zürich, der Werchowna Rada der Ukraine, der ukrainischen Botschaft in der Schweiz, der Ukrainischen Vereinigung der Schweiz und der Support and Recovery Platform organisiert.
Konradin Kramer, Regierungspräsident des Kantons Basel-Stadt, die ukrainische Botschafterin in der Schweiz, Iryna Venediktova, der Minister für kommunale und territoriale Entwicklung der Ukraine, Vitaliy Bezgin, sowie Jacques Herber, Delegierter des Schweizer Bundesrats für die Ukraine, hielten Begrüßungsreden vor den Teilnehmern.
Unter dem Motto „Partnerschaften gestalten. Ergebnisse erzielen“ diskutierten die Teilnehmer den Übergang von interkommunalen Kontakten zu konkreten Investitions- und Infrastrukturprojekten. Als Hauptschwerpunkte der Zusammenarbeit wurden Energieversorgung und Energieeffizienz, Wasserinfrastruktur, lokale Verwaltung sowie der Ausbau öffentlicher Dienstleistungen festgelegt.
Das Programm des Forums umfasste zwei Podiumsdiskussionen – zu den politischen Grundlagen kommunaler Partnerschaften beim Wiederaufbau sowie zu praktischen Modellen für die Umsetzung solcher Projekte. Separat fanden City-Labs-Arbeitssitzungen statt, in denen Vertreter ukrainischer und schweizerischer Städte gemeinsam konkrete Vorschläge für die weitere Zusammenarbeit erarbeiteten.
Die kommunale Partnerschaft ist einer der Schwerpunkte der langfristigen Unterstützung der Ukraine durch die Schweiz. Im Schweizer Kooperationsprogramm mit der Ukraine für die Jahre 2025–2028 ist die Unterstützung lokaler und regionaler Behörden beim Wiederaufbau, bei der Modernisierung der städtischen Infrastruktur und bei der Sicherstellung grundlegender Dienstleistungen, insbesondere in den Bereichen Verkehr, Energie, Wasserversorgung, Gesundheitswesen und Bildung, gesondert vorgesehen.
Schweizer Städte beteiligen sich bereits an konkreten Projekten in der Ukraine. So übergibt Basel im Rahmen eines Programms, das die Schweiz im Zeitraum 2024–2028 mit 2,5 Millionen Schweizer Franken finanziert, bis zu 25 Straßenbahnen an Lemberg. Zuvor hatte auch Bern Straßenbahnen an die Ukraine übergeben.
Die Schweiz betrachtet den Aufbau direkter Beziehungen zwischen den Städten als einen der Mechanismen für den Wiederaufbau der Ukraine. In dem staatlichen Programm des Landes wird darauf hingewiesen, dass insbesondere Winnyzja, Odessa, Sumy und Charkiw bereits Interesse an Partnerschaften mit Schweizer Städten bekundet haben.
Die Durchführung des Forums in Basel soll den Übergang von allgemeinen Vereinbarungen zwischen den Kommunen zu konkreten gemeinsamen Projekten fördern, bei denen Schweizer Technologien, kommunale Erfahrungen und Finanzmittel für den Wiederaufbau der ukrainischen Infrastruktur genutzt werden können.