Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) hat in seiner September-Prognose die Schätzung der Weizenproduktion in der Ukraine für das Wirtschaftsjahr 2026/27 im Vergleich zum August um 0,6 Mio. Tonnen auf 26 Mio. Tonnen angehoben, gleichzeitig jedoch die Prognose für die ukrainischen Exporte um 1 Mio. Tonnen auf 12,5 Mio. Tonnen nach unten korrigiert.
Laut dem am 11. September 2026 vom USDA veröffentlichten September-Bericht „World Agricultural Supply and Demand Estimates“ (WASDE) ist die Anhebung der Ernteprognose auf die Rekord-Ertragszahlen des ukrainischen Weizens zurückzuführen, da sich die Erntekampagne ihrem Ende nähert. Im August hatte das Ministerium die Produktion auf 25,4 Mio. Tonnen geschätzt.
Die Prognose für den Inlandsverbrauch von ukrainischem Weizen wurde von 9,2 Mio. Tonnen auf 9,5 Mio. Tonnen angehoben, darunter der Futtermittelverbrauch von 4,2 Mio. Tonnen auf 4,5 Mio. Tonnen.
Dabei hat das USDA die Prognose für die Endbestände an Weizen in der Ukraine deutlich angehoben – von 4,8 Mio. Tonnen in der August-Prognose auf 6,1 Mio. Tonnen im September. Die Importe werden auf 0,1 Mio. Tonnen geschätzt.
Somit führt die zusätzliche Produktion trotz der verbesserten Ernteprognose nicht zu einem entsprechenden Anstieg der Exporte, sondern trägt in erheblichem Maße zur Aufstockung der inländischen Bestände bei.
Das USDA begründet die Senkung der Exportprognose für die Ukraine, ebenso wie für Russland, mit dem schwachen Versandrhythmus im August und logistischen Schwierigkeiten in der Schwarzmeerregion aufgrund des anhaltenden Krieges.
Die Ukraine bleibt einer der größten Weizenlieferanten auf dem Weltmarkt. Nach der Prognose des USDA wird der weltweite Weizenhandel im Wirtschaftsjahr 2026/27 etwa 211,8 Millionen Tonnen betragen.
Primärquelle – USDA-WASDE-Bericht Nr. 675 vom 11. September 2026: USDA WASDE September 2026