Business news from Ukraine

Business news from Ukraine

Forbes nannte 50 Innovatorinnen über 50: Die USA dominieren, Serbien gehört bei der Herkunft der Teilnehmerinnen zu den führenden Ländern

18 September , 2026  

Forbes hat die Liste 50 Over 50: Innovation 2026 veröffentlicht, in die 50 Frauen über 50 aufgenommen wurden, die weiterhin einen bedeutenden Einfluss auf Wissenschaft, Medizin, künstliche Intelligenz, Robotik, Biotechnologie, Weltraumforschung, Industrie und Technologiegeschäft ausüben. Das Ranking wurde am 11. August 2026 veröffentlicht und ist Teil des umfassenderen Projekts Forbes 50 Over 50, das insgesamt 200 Frauen in vier Kategorien umfasst — Innovation, Impact, Investment und Lifestyle.

Dabei ist eine wichtige Klarstellung notwendig: Forbes vergibt an die 50 Teilnehmerinnen keine Plätze von 1 bis 50. Auf der Hauptseite von Innovation sind die Nachnamen alphabetisch angeordnet. Eine faktische Ausnahme ist die Gründerin des Transport-Start-ups Zum, Ritu Narayan, die sowohl vom Unternehmen als auch von der Unternehmerin selbst als „No. 1 honoree“ der Kategorie Innovation und als Gesicht des Titelblatts der Ausgabe bezeichnet wird. Eine vollständige Nummerierung der übrigen 49 Positionen hat Forbes jedoch nicht veröffentlicht.

Narayan, die in Indien aufwuchs und ihre Karriere im Silicon Valley aufbaute, gründete Zum — eine Technologieplattform, die das Schulbussystem in den USA mithilfe von künstlicher Intelligenz, GPS und Elektrofahrzeugen modernisiert. Forbes bewertet das Start-up mit rund 1,7 Mrd. US-Dollar, seinen Umsatz für 2025 mit 333 Mio. US-Dollar.

Zu den 50 Preisträgerinnen gehören außerdem die Stanford-Professorin Zhenan Bao, die sich mit elektronischer Haut und tragbarer Elektronik beschäftigt; die Nobelpreisträgerin des Jahres 2025 Mary Brunkow; die Leiterin wissenschaftlicher Programme der NASA Nicola Fox; die Dekanin der Ingenieursschule des MIT Paula Hammond; die MIT-Professorin und Entwicklerin drahtloser Medizintechnologien Dina Katabi; die Takeda-Chefin Julie Kim; die Astrophysikerin und Dekanin der School of Science des MIT Nergis Mavalvala; die ehemalige Yahoo-Chefin und Gründerin von Dazzle AI Marissa Mayer; die HubSpot-Chefin Yamini Rangan; die Cummins-Chefin Jennifer Rumsey und viele andere.

Eine Analyse von Experts.News zeigt eine interessante geografische Struktur der Liste. Forbes selbst veröffentlicht keine gesonderte Statistik nach Nationalitäten, daher ist es korrekter, von den Geburts- und Herkunftsländern der Teilnehmerinnen zu sprechen. Nach diesem Kriterium dominieren die USA eindeutig: Die Mehrheit der Frauen aus den Innovation-50 wurde in den Vereinigten Staaten geboren und baute ihre Karriere gerade im amerikanischen Wissenschafts- und Unternehmensumfeld auf.

Unter den außerhalb der USA geborenen Teilnehmerinnen sind mehrere Länder besonders deutlich vertreten. Serbien ist mit zwei dort geborenen Frauen vertreten — Vunjak-Novakovic und Matarić. Indien — Ritu Narayan und Yamini Rangan. China — Zhenan Bao und Michelle Zhou. Marokko — Bahija Jallal und Wafaa Mamilli. Damit gehört Serbien zu einer kleinen Gruppe von Ländern, aus denen gleich zwei Teilnehmerinnen der Innovation-50 stammen. Zhous Herkunft aus China wird von der Association for Computing Machinery bestätigt, während Mamilli selbst Casablanca als ihren Geburtsort angibt; Roche nennt bei ihr die Staatsangehörigkeiten Frankreichs, Marokkos und der USA.

Jeweils eine Teilnehmerin auf der Liste stammt unter anderem aus Pakistan, Syrien, Südkorea, Thailand, Frankreich, Großbritannien und Israel. So wurde Nergis Mavalvala in Lahore in Pakistan geboren, Dina Katabi in Damaskus, Julie Kim in Seoul, Thai Lee in Thailand, Aude Oliva in Frankreich, Nicola Fox im englischen Hitchin und Daphne Zohar in Israel.

Die wichtigste geografische Schlussfolgerung der Liste betrifft jedoch weniger die Pässe als vielmehr die Konzentration von Talenten im amerikanischen Innovationsökosystem. Selbst die meisten Frauen, die in Serbien, Indien, China, Pakistan, Syrien, Südkorea oder Frankreich geboren wurden, arbeiten heute an amerikanischen Universitäten und in Unternehmen — MIT, Stanford, Columbia, USC, Berkeley, HubSpot, Cummins und anderen Organisationen. Allein vier Teilnehmerinnen der Liste sind mit dem MIT verbunden — Paula Hammond, Dina Katabi, Nergis Mavalvala und Aude Oliva.

Für das ukrainische Publikum ist bemerkenswert, dass es in der Kategorie Forbes 50 Over 50: Innovation 2026 keine in der Ukraine geborenen Frauen gibt. Die Struktur der Liste selbst zeigt jedoch ein Modell, das auch für die Ukraine relevant ist: Ein erheblicher Teil der erfolgreichsten Wissenschaftlerinnen und Technologieunternehmerinnen sind Migrantinnen oder stammen aus anderen Ländern und konnten ihre Entwicklungen nach der Integration in große internationale Universitäten, Forschungszentren und Venture-Ökosysteme verwirklichen. In dieser Hinsicht ist das Beispiel der beiden in Belgrad geborenen Frauen für die Länder Osteuropas besonders aufschlussreich.

Die vollständigen Innovation-50 umfassen Maya Ajmera, Lauren Antonoff, Katrina Armstrong, Zhenan Bao, Wendy Barnes, Charlie Blackwell-Thompson, Karen Blanks Ellis, Marsha Anderson Bomar, Christine Brown, Mary Brunkow, Jennifer Tour Chayes, Karen S. Carter, Margaret Dawson, Cindy Eckert, Karen Eng, Katie Farmer, Nicola Fox, Paula T. Hammond, Lisa Harris, Lisa Gelobter, Jacqueline Hinman, Colette D. Honorable, Janice Bryant Howroyd, Bahija Jallal, Sabrina Martucci Johnson, Dina Katabi, Julie Kim, Debra Laskin, Tessa Lau, Thai Lee, Emily Liman, Wafaa Mamilli, Christina Maslach, Maja Matarić, Nergis Mavalvala, Marissa Mayer, Vivienne Ming, Aude Oliva, Ritu Narayan, Yamini Rangan, Shubhi Rao, Jennifer Rumsey, Heather Shoemaker, Ellen Stofan, Gordana Vunjak-Novakovic, Susie Wee, Beth Wozniak, Laura Yecies, Michelle Zhou und Daphne Zohar.

Damit zeigt die Forbes-Liste 2026 zwei Trends gleichzeitig. Erstens setzt sich eine Innovationskarriere nach dem 50. Lebensjahr immer häufiger über Jahrzehnte fort und kann auch nach dem traditionellen Karrierehöhepunkt zu größten wissenschaftlichen und unternehmerischen Erfolgen führen. Zweitens bleiben die USA das wichtigste Anziehungszentrum für solche Spezialistinnen und nutzen zugleich die Talente von Wissenschaftlerinnen und Unternehmerinnen, die in Dutzenden anderen Ländern geboren wurden.

Originalquelle: Forbes — 2026 50 Over 50: Innovation

, , , ,