Wie Serbian Economist berichtet, hat das ungarische Öl- und Gasunternehmen MOL von den US-Behörden die Genehmigung erhalten, die Verhandlungen über den Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung an der serbischen NIS bis zum 22. Mai 2026 fortzusetzen. Dies berichtete die Agentur Reuters unter Berufung auf eine Erklärung von MOL.
Es handelt sich um Verhandlungen über den Kauf der Anteile der russischen Aktionäre – Gazprom Neft und Gazprom –, denen jeweils 44,9 % und 11,3 % an NIS gehören. Zunächst hatte das Amt für die Kontrolle ausländischer Vermögenswerte (OFAC) des US-Finanzministeriums eine Frist bis zum 24. März für die Abstimmung über den Ausstieg der russischen Unternehmen aus dem Kapital von NIS gesetzt, doch nun wurde diese Frist bis zum 22. Mai verlängert.
Im Januar unterzeichnete MOL eine verbindliche Vereinbarung mit den russischen Aktionären über den Kauf ihrer Anteile an NIS, wobei die emiratische ADNOC im Rahmen dieser Vereinbarung eine Minderheitsbeteiligung erhalten soll. Die serbische Regierung behält 29,9 % an dem Unternehmen.
Für Serbien ist die Frage des Eigentümerwechsels bei NIS von strategischer Bedeutung, da das Unternehmen der größte Kraftstofflieferant des Landes und Betreiber der einzigen Ölraffinerie in Pančevo bleibt. Letzte Woche verlängerten die USA zudem die Sanktionsaussetzung für NIS selbst bis zum 17. April, damit das Unternehmen weiterhin Rohöl importieren kann.
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