Der Durchschnittspreis für Einfamilienhäuser auf dem US-Bestandsmarkt lag im ersten Quartal 2026 trotz schwacher Nachfrage und eingeschränkter Verfügbarkeit von Hypotheken bei über 400.000 Dollar, wie aus Daten der National Association of Realtors (NAR) hervorgeht.
Nach Angaben der NAR stieg der Medianpreis für ein bestehendes Einfamilienhaus in den USA im Jahresvergleich um 0,5 % auf 404.300 US-Dollar. Preisanstiege wurden in 71 % der städtischen Märkte verzeichnet, d. h. in 167 von 235 erfassten Ballungsräumen. Dabei hat sich das Tempo des Preisanstiegs verlangsamt: Im vierten Quartal 2025 betrug das jährliche Wachstum noch 1,2 %.
Die regionale Entwicklung bleibt uneinheitlich. Im Nordosten erreichte der Medianpreis 506.500 US-Dollar und stieg damit im Jahresvergleich um 4,9 %. Im Mittleren Westen kostete Wohnraum durchschnittlich 308.100 US-Dollar, der Anstieg betrug 3,6 %. Im Süden blieb der Preis nahezu unverändert bei 362.300 US-Dollar, während er im Westen, der teuersten Region, um 2,9 % auf 607.600 US-Dollar sank.
Der Preisanstieg bei Einfamilienhäusern vollzieht sich vor dem Hintergrund einer schwachen Käuferaktivität. Nach Angaben der NAR gingen die Verkäufe bestehender Immobilien im März 2026 gegenüber dem Vormonat um 3,6 % zurück, wobei in allen Regionen ein Rückgang zu verzeichnen war. Der Chefökonom der NAR, Lawrence Yun, stellte fest, dass der Markt aufgrund des gesunkenen Verbrauchervertrauens und des schwächeren Beschäftigungswachstums weiterhin träge ist.
Hohe Hypothekenzinsen bleiben einer der wichtigsten Faktoren, die die Nachfrage bremsen. Selbst bei einer Verlangsamung des Preisanstiegs wird der Kauf eines Eigenheims für viele amerikanische Familien weniger erschwinglich: Die monatlichen Hypothekenzahlungen bleiben hoch, und die Verkäufer haben es nicht eilig, die Preise zu senken, da das Angebot an qualitativ hochwertigem Wohnraum begrenzt ist.
Der Markt für Neubauten sieht hingegen etwas entspannter aus. Nach Angaben des US-Volkszählungsamtes und des Ministeriums für Wohnungsbau lag der Medianpreis für ein im März 2026 verkauftes neues Haus bei 387.400 US-Dollar, was einem Rückgang von 6,2 % im Jahresvergleich entspricht. Dies ist auf den hohen Bestand an neuen Häusern auf dem Markt und die Versuche der Bauträger zurückzuführen, die Nachfrage anzukurbeln.