Der österreichische Wohnimmobilienmarkt ist nach einer langen Phase sinkender Preise wieder auf Wachstumskurs, wie aus Daten von Statistik Austria hervorgeht.
Nach Angaben des Statistikamtes stiegen die Preise für Häuser und Wohnungen in Österreich im Jahr 2025 um durchschnittlich 2,6 %, nachdem sie 2024 um 2,6 % und 2023 um 2,3 % gefallen waren. Damit verzeichnete der Markt zum ersten Mal seit zwei Jahren eine positive Jahresentwicklung.
In der zweiten Jahreshälfte 2025 beschleunigte sich die Erholung. Im vierten Quartal stiegen die Immobilienpreise im Jahresvergleich um 3,5 % und gegenüber dem Vorquartal um 0,8 %. Neue Immobilien verteuerten sich im Jahresvergleich um 3,1 %, Bestandsimmobilien um 3,6 %.
Die Rückkehr zum Wachstum hängt mit der allmählichen Stabilisierung des Hypothekenmarktes, dem Rückgang der Unsicherheit nach einer Phase hoher Zinsen und dem Rückgang des Angebots an Neubauten zusammen. Nach dem starken Anstieg der Kreditkosten in den Jahren 2022–2024 verschoben einige Käufer ihre Kaufabsichten, doch im Jahr 2025 begann die Nachfrage allmählich wieder anzusteigen.
Dabei verläuft die Erholung weiterhin uneinheitlich. Nach Schätzungen des Global Property Guide sanken die Preise in einzelnen Bundesländern weiter, insbesondere in teuren Alpen- und Hauptstadtregionen. In Wien lag der Durchschnittspreis für eine Immobilie im Jahr 2025 bei etwa 779.000 Euro, doch die jährliche Entwicklung war negativ – bei rund -6,6 %. In Tirol wurde der Rückgang auf -13,7 % geschätzt, in Salzburg auf -9,1 %. Gleichzeitig verzeichneten Kärnten, die Steiermark und Oberösterreich ein Wachstum.
Für Investoren bleibt Österreich einer der stabilsten Märkte Europas, doch die Rendite erfordert eine genauere Berechnung. Die hohen Preise in Wien, Salzburg und Tirol schränken das Potenzial für schnelles Wachstum ein, während erschwinglichere Regionen vor dem Hintergrund der sich erholenden Nachfrage interessanter erscheinen könnten.