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Die Nachfrage ausländischer Käufer nach Wohnraum in Spanien bleibt trotz Rekordpreisen hoch

12 Mai , 2026  

Ausländische Käufer spielen nach Angaben spanischer Grundbuchämter weiterhin eine bedeutende Rolle auf dem spanischen Immobilienmarkt, trotz des rekordverdächtigen Preisanstiegs und der zunehmend verschärften politischen Debatte um die Erschwinglichkeit von Wohnraum.

Im ersten Quartal 2026 tätigten Ausländer fast 25.000 Immobilientransaktionen, was rund 14 % aller Verkäufe im Land ausmachte. Dieser Wert war das viertbeste Ergebnis seit Beginn der Aufzeichnungen. Dabei erreichte der durchschnittliche Quadratmeterpreis in Spanien mit 2.429 Euro pro m² ein neues Allzeithoch.

Trotz eines leichten Rückgangs der Zahl ausländischer Transaktionen um 3,2 % im Jahresvergleich bleibt die internationale Nachfrage stabil. Die Mehrheit der ausländischen Käufer sind EU-Bürger, auf die 58,3 % dieser Transaktionen entfallen. Die größten Käufergruppen im ersten Quartal waren Staatsangehörige aus Großbritannien (6,8 %), den Niederlanden (6,6 %), Marokko (6,2 %), Deutschland (6,0 %) und Italien (5,5 %). Einen bedeutenden Anteil haben auch Käufer aus Frankreich, Rumänien und Polen.

Geografisch konzentriert sich die ausländische Nachfrage weiterhin auf Tourismus- und Küstenregionen. Der höchste Anteil an Transaktionen mit Ausländern wurde in Alicante (44,6 %), Málaga (34,3 %), auf den Balearen (28,9 %), auf den Kanarischen Inseln – 22,8 % und in Murcia – 21,7 %. Dies bestätigt, dass Ausländer vor allem in Erholungs-, Vermietungs- und Einwanderungsgebieten Immobilien erwerben.

Der Anstieg der Nachfrage erfolgt vor dem Hintergrund einer allgemeinen Verteuerung von Wohnraum. Der durchschnittliche Immobilienpreis in Spanien stieg im Jahresverlauf um 8,9 %. Gebrauchtimmobilien verteuerten sich um 9,6 %, Neubauten um 6,9 %. Die teuersten Regionen bleiben die Autonome Gemeinschaft Madrid – 4.407 EUR pro m², die Balearen – 4.173 EUR, das Baskenland – 3.474 Euro und Katalonien – 2.852 Euro. Unter den Städten führen San Sebastián – 6.154 Euro pro Quadratmeter, Madrid – 5.428 Euro und Barcelona – 4.922 Euro.

Die Nachfrage wird auch durch die Vergabe von Hypothekarkrediten gestützt. Im ersten Quartal stieg die Zahl der Hypotheken im Jahresvergleich um 15,2 %, und rund drei Viertel der Immobilientransaktionen wurden mit Hilfe eines Kredits abgewickelt. Dies zeigt, dass sich der Markt nicht nur auf Käufer mit Barvermögen stützt, sondern auch auf die Verfügbarkeit von Bankfinanzierungen.

Auch auf längere Sicht bleibt die Auslandsnachfrage hoch. Im Jahr 2025 kauften Ausländer in Spanien fast 97.300 Häuser und Wohnungen, was einen neuen Höchststand darstellte. Ihr Anteil an der Gesamtzahl der Transaktionen betrug 13,8 % gegenüber 14,6 % im Jahr 2024 und 15 % im Jahr 2023.

Auch ukrainische Käufer sind auf dem spanischen Markt präsent. Nach Angaben spanischer Notare tätigten ukrainische Staatsbürger im ersten Halbjahr 2025 2.165 Immobilientransaktionen in Spanien und stellten damit einen historischen Höchststand auf. Idealista stellt fest, dass die Ukrainer zu der Gruppe von Nationalitäten gehören, die im Jahr 2025 aktiver als je zuvor Immobilien in Spanien kauften.

Separate Statistiken zu Ukrainern zeigen, dass ihr Interesse an Spanien nicht nur mit Investitionen, sondern auch mit Umsiedlung, vorübergehendem Schutz und langfristigem Aufenthalt zusammenhängt.

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