Im Zeitraum vom 27. Juli bis zum 2. August hat die Ukraine ihre Stromimporte im Vergleich zur Vorwoche um 32,0 % auf 22,6 Tausend MWh reduziert, während die Exporte um 49,6 % auf 84,2 Tausend MWh gestiegen sind, wie das Analysezentrum DIXI Group unter Berufung auf Daten von Energy Map mitteilte.
„Damit behält die Ukraine die vierte Woche in Folge ihren Status als Nettoexporteur bei: Das Volumen der Stromlieferungen ins Ausland überstieg die Importe um das 3,7-Fache“, hieß es seitens des Zentrums.
Der Anstieg der Exporte in der vergangenen Woche wurde durch die erhöhte Nachfrage nach Strom in den europäischen Ländern aufgrund der Hitze sowie durch wettbewerbsfähige Preisbedingungen gestützt. Während der gesamten Woche lagen die Preise auf dem „Day-Ahead“-Markt (DAM) in der Ukraine unter denen der DAM-Märkte der osteuropäischen Nachbarländer.
Nach Angaben von Energy Map hatte Ungarn mit 7,8 Tausend MWh bzw. 34,6 % den größten Anteil an den Importen des vergangenen Monats. Auf Rumänien entfielen 6,9 Tausend MWh (30,4 %), auf die Slowakei 5,9 Tausend MWh (26,3 %) und auf Polen 2,0 Tausend MWh (8,7 %).
Die Exporte erfolgten ihrerseits täglich, wobei die täglichen Mengen während der gesamten Woche die Importe um das 2- bis 6-Fache überstiegen.
Hauptziel der Exporte blieb ebenfalls Ungarn, wohin 36,3 Tausend MWh (43,1 % der Gesamtexporte) geliefert wurden. Nach Moldawien wurden 25,8 Tausend MWh (30,6 %), nach Rumänien 18,9 Tausend MWh (22,5 %), in die Slowakei 3,1 Tausend MWh (3,7 %) und nach Polen 0,1 Tausend MWh (0,1 %) exportiert.
Im Vergleich zur Vorwoche stiegen die Exporte in den meisten Richtungen um 7–70 %.