Lieferengpässe bei Getreide aus der Schwarzmeerregion sowie die Hitze, die die Ernteprognosen in einer Reihe von Ländern verschlechterte, führten im August zu einem Anstieg der weltweiten Getreidepreise um 2,2 % im Vergleich zum Juli. Die Preise erreichten den höchsten Stand seit Mai 2024, wie aus dem monatlichen Bericht der FAO (Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen) hervorgeht.
Dem Bericht zufolge wurde im August ein Anstieg der internationalen Preise für alle wichtigen Getreidesorten verzeichnet. „Dazu trugen die hohe Nachfrage bei, die durch die Verschlechterung der Ernteaussichten in wichtigen Anbauregionen aufgrund ungünstiger Wetterbedingungen bedingt war, sowie die anhaltende Unsicherheit hinsichtlich der Exporte aus der Schwarzmeerregion“, heißt es in dem Bericht.
Die weltweiten Weizenpreise stiegen im August im Vergleich zum Juli um 2,6 %; im Jahresvergleich betrug der Anstieg 15 %. Als Gründe nennen die FAO-Experten unter anderem „anhaltende Exportunterbrechungen aus der Schwarzmeerregion, gesenkte Produktionsprognosen in einigen Regionen Europas, in denen heißes und trockenes Wetter herrschte, sowie die Abschwächung des Dollarkurses, die die Wettbewerbsfähigkeit der Exportlieferungen erhöht hat“.
Die Maispreise stiegen im Vergleich zum Juli um 2,5 %, was auf wachsende Sorgen hinsichtlich der Ernteaussichten in einigen Regionen des US-Maisgürtels und auf verschlechterte Produktionsprognosen in der EU zurückzuführen war. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage seitens der Ethanolhersteller und der Mischfutterindustrie hoch.
„Befürchtungen hinsichtlich der Versorgung mit Nahrungsmitteln nach der Sperrung der Straße von Hormus haben die Maispreise zusätzlich gestützt“, heißt es in dem Bericht.
Die Weltmarktpreise für Sorghum und Gerste stiegen im August im Vergleich zum Juli um 3,9 % bzw. 2,6 %, „was insgesamt eine stabilere Lage auf den Märkten für Futtergetreide widerspiegelt“, heißt es in dem Bericht.
Die Reispreise stiegen im August um 0,5 %. „Der Anstieg der Notierungen für indische Reissorten war auf Faktoren wie Wechselkursschwankungen, Käufe durch Länder in Asien und Afrika sowie einen erwarteten Rückgang der Lieferungen zurückzuführen“, heißt es in dem Bericht.