Wie Fixygen berichtet, verschwimmt die Grenze zwischen traditionellen Banken und der Kryptoindustrie zunehmend. Im März 2026 erhielt Kraken Financial ein Master-Konto bei der Federal Reserve und wurde damit zur ersten Digitalbank mit direktem Zugang zur US-amerikanischen Zahlungsinfrastruktur.
Kraken ist bereits als Spezialbank im Bundesstaat Wyoming tätig und verfügt gleichzeitig über mehr als 100 gültige behördliche Genehmigungen in über 30 Ländern.
Auf der anderen Seite erwägen traditionelle Banken die Ausgabe eigener Stablecoins und tokenisierter Einlagen. JPMorgan prüft die Möglichkeit der Ausgabe eines Stablecoins, ähnliche Projekte werden von der Bank of America, Wells Fargo und anderen Banken diskutiert.
Sogar Krypto-Unternehmen erhalten mittlerweile Bundesbanklizenzen: Im August erteilte die US-amerikanische OCC World Liberty Financial eine vorläufige Genehmigung zur Gründung einer nationalen Treuhandbank für den Handel mit Stablecoins und die Verwahrung von Vermögenswerten.
Infolgedessen könnte sich der Unterschied zwischen einer „Bank“ und einer „Kryptobörse“ in einigen Jahren nicht mehr durch das Dienstleistungsangebot bestimmen lassen.
Beide Seiten streben danach, Dienstleistungen in den Bereichen Vermögensverwahrung, Zahlungsverkehr, Stablecoins, Handel, tokenisierte Wertpapiere, Kreditprodukte und internationale Abrechnungen anzubieten.
Der Hauptkampf wird sich darum drehen, wer den Kunden innerhalb der eigenen Finanzinfrastruktur halten kann – JPMorgan, Coinbase, Kraken oder die neuen Digitalbanken.