Wie Serbian Economist berichtet, hat das serbische Öl- und Gasunternehmen NIS den Abschluss eines Vertrags über den Import der ersten Ölpartien über die Adria-Pipeline (JANAF) für die Raffinerie in Pančevo und die Vorbereitungen für die Wiederaufnahme der Verarbeitung nach der Stilllegung Anfang Dezember 2025 aufgrund von Rohstoffmangel vor dem Hintergrund der Sanktionsbeschränkungen bekannt gegeben.
Nach Angaben von Reuters umfasst die erste Lieferung etwa 85.000 Tonnen Öl aus dem irakischen Kirkuk, danach wird eine kleinere Lieferung aus dem libyschen Es Sider erwartet. Diese Mengen sichern den Betrieb der Anlage für mindestens einige Tage, und der serbische Präsident Aleksandar Vučić prognostizierte, dass die Raffinerie am 17. oder 18. Januar den Betrieb wieder aufnehmen und die Produktion von Erdölprodukten am 25. oder 26. Januar beginnen könnte.
Die Wiederaufnahme der Importe wurde möglich, nachdem die Abteilung für die Kontrolle ausländischer Vermögenswerte des US-Finanzministeriums (OFAC) eine befristete Lizenz erteilt hatte, die es NIS erlaubt, seine Tätigkeit bis zum 23. Januar 2026 fortzusetzen. Reuters berichtete auch, dass dem Betreiber JANAF eine separate Lizenz für den Transport von Öl für NIS für denselben Zeitraum erteilt wurde.
Die Situation um NIS bleibt mit den Verhandlungen über eine Änderung der Eigentumsverhältnisse verbunden. Die USA erwarten Verhandlungen über den Rückzug des russischen Anteils, wobei die Frist für den Verhandlungsprozess bis zum 24. März 2026 verlängert wurde und als einer der Verhandlungspartner die ungarische MOL genannt wird.
NIS ist ein wichtiger Akteur auf dem serbischen Kraftstoffmarkt: Das Unternehmen besitzt die einzige Raffinerie des Landes (Pančevo) und das größte Tankstellennetz, sodass jede Unterbrechung der Rohstofflieferungen direkte Auswirkungen auf das Gleichgewicht des Marktes für Erdölprodukte und den Importbedarf Serbiens hat.
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