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Serbien hofft, die Teilnahme der Ukraine an der Expo 2027 bestätigen zu können

14 Mai , 2026  

Der serbische Außenminister Marko Đurić erklärte, Belgrad hoffe, die Teilnahme der Ukraine an der Fachmesse Expo 2027 bestätigen zu können, die vom 15. Mai bis zum 15. August 2027 in der serbischen Hauptstadt stattfinden wird, wie der Telegram-Kanal „Serbischer Ökonom“ berichtet.

Dies schrieb Đurić auf X nach einem Treffen mit dem ukrainischen Botschafter in Serbien, Alexander Litvinenko. Nach Angaben des serbischen Außenministers besprachen die Seiten die weitere Intensivierung des politischen Dialogs, die Förderung bilateraler politischer Konsultationen und die Verbesserung der Handelszusammenarbeit zwischen den beiden Ländern.

Er dankte der Ukraine zudem für ihre prinzipielle Haltung in der Frage der Achtung der territorialen Integrität und Souveränität der Republik Serbien.

„Da Serbien und die Ukraine traditionell sehr gute Beziehungen pflegen, hoffen wir, die Teilnahme der ukrainischen Seite an der bevorstehenden Fachmesse EXPO 2027 zu bestätigen“, betonte der serbische Außenminister.

Für Belgrad hat die mögliche Teilnahme der Ukraine an der Expo 2027 nicht nur diplomatische, sondern auch wirtschaftliche Bedeutung. Serbien versucht, die Messe als Instrument zum Ausbau der Handels-, Investitions- und Logistikbeziehungen sowie als Plattform zur Förderung des Landes als regionaler Knotenpunkt der Westbalkanregion zu nutzen.

Für die Ukraine könnte die Teilnahme an der Expo 2027 eine Gelegenheit sein, in Serbien nicht nur einen nationalen Pavillon zu präsentieren, sondern auch ein Wirtschaftsprogramm, das sich mit Wiederaufbau, Agrarindustrie, Energiewirtschaft, IT, Baumaterialien, Logistik und industrieller Zusammenarbeit befasst.

Die Expo 2027 Belgrad steht unter dem Motto „Play for Humanity: Sport and Music for All“. Es wird die erste spezialisierte Expo-Ausstellung sein, die von Serbien und der Region des ehemaligen Jugoslawiens ausgerichtet wird. Nach Angaben des Internationalen Ausstellungsbüros soll das Gelände in Belgrad während des 93-tägigen Programms mehr als 130 Länder, über 6 Millionen Besucher und mehr als 8.000 Veranstaltungen begrüßen.

Nach Angaben der offiziellen Website der Expo 2027 haben bislang 137 Länder ihre Teilnahme offiziell bestätigt. Darunter sind Japan, Südkorea, China, die Türkei, Ungarn, Österreich, die Schweiz, die Slowakei, Aserbaidschan, Ecuador, Monaco sowie eine Reihe von Ländern aus Afrika, Asien, Ozeanien und Lateinamerika aufgeführt. Im März 2026 fand in Belgrad zudem das zweite internationale Treffen der Teilnehmer der Expo 2027 statt, an dem nach Angaben der serbischen Regierung Vertreter aus 138 Ländern teilnahmen.

Das Besondere an der Belgrader Expo ist, dass sie keine universelle Weltausstellung, sondern eine spezialisierte Expo werden soll, also eine stärker fokussierte internationale Veranstaltung mit begrenztem Thema und begrenzter Dauer. Für Serbien ist dies das größte Image- und Infrastrukturprojekt des Jahrzehnts: Es umfasst den Bau eines neuen Messekomplexes in Surčin, den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur, die Entwicklung des Hotelsektors, der städtischen Wirtschaft sowie die internationale Positionierung Belgrads.

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