Wie Experts.news berichtet, vergrößert sich auf dem ukrainischen Wohnungsmarkt die Kluft zwischen dem, was Käufer meist erwerben möchten, und dem, was Verkäufer anbieten, heißt es im Juni-Bericht der NBU zur Finanzstabilität.
Nach Angaben der Aufsichtsbehörde liegt die durchschnittliche Fläche einer gekauften Wohnung weiterhin bei 48 m², die eines Hauses bei etwa 70 m². Dabei überwiegen im Angebotsmix nach wie vor geräumigere Wohnungen: Ihre durchschnittliche Fläche beträgt mehr als 65 m².
Auch beim Alter der Immobilien ist eine Diskrepanz festzustellen. Käufer entscheiden sich häufiger für ältere und damit preisgünstigere Wohnungen. In Kiew stieg das Medianalter der erworbenen Wohnungen auf 33 Jahre, in den westlichen Regionen auf 39 Jahre. In den Immobilienanzeigen hingegen werden fast zwei Drittel der Wohnungen in Gebäuden angeboten, die vor weniger als 15 Jahren errichtet wurden.
Die NBU stellt fest, dass solche Diskrepanzen zwischen Angebot und Nachfrage die Aktivität auf dem Markt bremsen. Käufer sind eher an kleineren und günstigeren Wohnungen interessiert, während Verkäufer und Bauträger häufiger neuere und geräumigere Objekte anbieten.
Dieser Trend ist auch für Bauträger von Bedeutung. In den westlichen Regionen und den Vororten von Kiew werden häufiger preisgünstige Objekte gebaut, während in der Hauptstadt Projekte der Business-Klasse überwiegen. Die Nachfrage in Kriegszeiten zeigt jedoch, dass der durchschnittliche Käufer eher ein kompaktes und erschwinglicheres Produkt benötigt.
In der zweiten Hälfte des Jahres 2025 belebte sich der Wohnungsbau: In den meisten Regionen stieg die Projektfläche von Mehrfamilienhäusern, bei denen mit dem Bau begonnen wurde, deutlich an. In der Ukraine insgesamt hat sich dieser Wert innerhalb eines Jahres um das Eineinhalbfache erhöht, in Kiew sogar um mehr als das Doppelte.
Die NBU weist jedoch darauf hin, dass Bauträger nach wie vor die Fertigstellung bestehender Komplexe und neue Projekte weitgehend aus eigenen Mitteln finanzieren. Banken vergeben aufgrund der hohen Risiken nur zögerlich Kredite an die Baubranche.
Die wichtigste Schlussfolgerung für den Markt: Die weitere Erholung der Verkaufszahlen wird nicht nur von den Einkommen der Bevölkerung abhängen, sondern auch davon, inwieweit sich das Angebot der tatsächlichen Nachfrage annähert – hinsichtlich Fläche, Preis, Alter der Wohnungen und Risikoniveau für den Käufer.
Die Aktivität auf dem Wohnungsmarkt in der Ukraine ist seit etwa anderthalb Jahren nahezu unverändert, wobei einer der wichtigsten Faktoren für die Zurückhaltung die Diskrepanz zwischen den Wohnungen, die häufiger zum Verkauf angeboten werden, und denen, die von Käufern gesucht werden, ist, heißt es im Bericht über die Finanzstabilität der Nationalbank der Ukraine (NBU) für Dezember 2025.
Die Regulierungsbehörde stellt fest, dass die Zahl der Kauf- und Verkaufsverträge für Wohnimmobilien in den ersten neun Monaten des Jahres 2025 nur um 7 % höher war als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Nach Einschätzung der NBU werden in den Anzeigen häufiger große und neue Wohnungen angeboten, die teurer sind, während sich die Käufer oft für günstigere Optionen entscheiden.
Die NBU weist auch darauf hin, dass der Markt in Kiew, Kiewer, Dnipropetrowsker und Charkower Region am aktivsten ist – auf diese Regionen entfallen 39 % der Transaktionen in den ersten drei Quartalen des Jahres 2025. Zwei Drittel der Transaktionen entfallen auf Wohnungen; die durchschnittliche Fläche einer erworbenen Wohnung beträgt 48 m², die eines Hauses 70 m². Das Durchschnittsalter der gekauften Wohnungen in der Ukraine wird auf 45 Jahre geschätzt, in Kiew auf 20 Jahre.
Abgewogenes Niveau der Vakanz der Business-Zentren in Rivne hat bis August 2019 – 3,1% betragen, bis Ende 2020 hat man vor, das Gesamtangebot der Büroflächen um 8 Tsd. Q. m. zu ergänzen, berichtete der Agentur „Interfax-Ukraine“ die Gesellschaft UTG (Kyiv).
„Der Hauptanwuchs der Büroräume in Rivne fiel auf 2000-2004, als 45,1% des gesamten Marktangebotes gebaut/rekonstruiert und in Betrieb genommen wurden (GLA = 41 Tsd. Q. m.). Während 2016-2018 wurde kein neues Business-Zentrum eröffnet. Und in 2019 wurde das gesamte Büroangebot mit dem Bürogebäude „Smart BAU“ in der Vidinskaya Str. 41/1 (GLA =1,1 Tsd. Q. m.) und dem Einkaufs- und Geschäftsgebäude in der Zamkovaya Str. 11 (GLA=370 Q. m.) ergänzt“, – berichtete die Chefanalytikerin von UTG Oksana Gavrilevich.
Laut ihren Angaben führt den aktiven Bau der Business-Zentren die Gesellschaft „Renome“ in der Lyonokombinatovskaya Strsße mit dem ersten Fitness-Klub „Sport Life“ in Rivne (GLA= über 5 Tsd. Q. m.).
Außerdem, in den unterschiedlichen Stadien der Bau- und Montagearbeiten befinden sich 7 Bürogebäude, für 2020 sind zur Eröffnung die Büros mit der gesamten Mietfläche von über 8 Tsd. Q. m. deklariert.
„Trotz des großen Umfanges des geltenden Büroangebots (nach dem Versorgungsgrad pro 1 Tsd. Einwohner ist es mit den größten Gebietszentren der Ukraine: Odessa, Lvov, Dnepr vergleichbar), gibt es in der Stadt die qualitätsvollen und professionellen Objekte nicht mehr als 11 Tsd. Q. m. Ca. 79% (71,3 Tsd. Q. m.) der Büroräume der Stadt wurden vor 2008 in Betrieb genommen und sind moralisch und technisch schon veraltet“, – konstatierte Gavrilevich.
Jetzt funktionieren in Rivne 41 Bürogebäude, deren gesamte Mietfläche 90,3 Tsd. Q. m. beträgt (367,1 Q. m./Tsd. Einwohner).