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Das Außenministerium hat die Chassidim aufgefordert, auf die Pilgerreise nach Uman zu verzichten

Das ukrainische Außenministerium empfiehlt den chassidischen Pilgern, von Reisen nach Uman zur Feier von Rosch ha-Schana abzusehen.
„Die seit über vier Jahren andauernde umfassende Aggression Russlands gegen die Ukraine, die ständigen massiven Raketenangriffe auf ukrainische Städte und Gemeinden sowie auf die zivile und verkehrstechnische Infrastruktur, der anhaltende russische Terror, Sabotageakte und Provokationen stellen eine reale Bedrohung für das Leben und die Sicherheit der Menschen dar. Unter diesen Umständen fordert das ukrainische Außenministerium die chassidischen Pilger, die eine Pilgerreise nach Uman zur Feier von Rosch ha-Schana planen, dazu auf, zu berücksichtigen, dass eine umfassende Sicherheit für ausländische Staatsbürger auf dem Territorium der Ukraine nicht gewährleistet werden kann“, heißt es in einer vom Pressedienst des Ministeriums veröffentlichten Erklärung.
Das Außenministerium erinnerte zudem daran, dass in der Ukraine der Rechtsstatus des Kriegsrechts gilt. Sollten Pilger Uman trotz der Warnungen der ukrainischen Behörden besuchen, müssen sie mit Einschränkungen der Bewegungsfreiheit, einer Ausgangssperre, verstärkten Patrouillen und einem Verbot von Massenveranstaltungen rechnen; gegen Zuwiderhandelnde können Zwangsmaßnahmen ergriffen werden.
Darüber hinaus sollten bei der Reiseplanung auch andere wesentliche Risiken berücksichtigt werden. Der Landverkehr mit der Ukraine ist weiterhin überlastet, und aufgrund von Beschuss sind erhebliche Verkehrsverzögerungen möglich. In Uman selbst mangelt es an einer ausreichenden Anzahl von Zivilschutzunterkünften für den massenhaften Aufenthalt von Pilgern, und es besteht ein Mangel an medizinischem Personal sowie an Einrichtungen zur Bereitstellung qualifizierter medizinischer Hilfe.
Für weitere Auskünfte empfiehlt das Außenministerium, sich an die Nationalpolizei, den Staatlichen Notdienst, den Grenzschutz und den Zolldienst sowie an die Regionalverwaltung von Tscherkassy und den Stadtrat von Uman zu wenden. Pilgern, die sich dennoch entschließen, in die Stadt zu reisen, wird empfohlen, sich rechtzeitig über die Regeln zur Entrichtung der Tourismusabgabe zu informieren.
Jedes Jahr zum jüdischen Neujahrsfest Rosch ha-Schana kommen Zehntausende chassidische Pilger nach Uman in der Oblast Tscherkasy, um das Grab von Rabbi Nachman, dem Begründer des Bratslawer Chassidismus, zu besuchen. Trotz des von Russland gegen die Ukraine geführten umfassenden Krieges findet die Pilgerreise weiterhin statt, obwohl die ukrainischen Behörden Ausländer regelmäßig dazu aufrufen, die Sicherheitsrisiken zu berücksichtigen. Im Jahr 2025 kamen mehr als 35.000 Pilger zur Feier von Rosch ha-Schana nach Uman.

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