Business news from Ukraine

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Die EU hat eine Plattform für Verkehrs – und digitale Verbindungen mit Zentralasien ins Leben gerufen

Die Europäische Kommission hat die „Connectivity Agenda Platform“ ins Leben gerufen – eine neue Plattform zur Koordinierung von Investitionen in die Bereiche Verkehr, Energie, digitale Infrastruktur und Handel zwischen Europa und Zentralasien über die Schwarzmeerregion und den Südkaukasus.
Gleichzeitig hat die Europäische Kommission Vereinbarungen mit internationalen Finanzinstitutionen geschlossen, die bis zu 2 Mrd. Euro für strategische Infrastrukturprojekte in der Schwarzmeerregion und im Südkaukasus mobilisieren sollen.
Die Plattform wurde auf einem hochrangigen Ministertreffen vorgestellt, an dem Vertreter der EU-Länder, Armeniens, Kasachstans, Kirgisistans, Moldawiens, Tadschikistans, Turkmenistans, der Türkei, der Ukraine und Usbekistans sowie der G7 und internationaler Finanzinstitutionen teilnahmen.
Das Hauptziel der Initiative besteht darin, Projekte zur Entwicklung des Transkaspischen Verkehrskorridors in einem einheitlichen System zu bündeln, den die EU als eine der wichtigsten Routen zwischen Europa und Zentralasien unter Umgehung instabiler oder politisch riskanter Strecken betrachtet.
Die Investitionen sollen in die Verkehrsinfrastruktur, Grenzübergänge und die Erleichterung des Handels fließen. Die Teilnehmer vereinbarten zudem, die operative Effizienz des Transkaspischen Korridors zu steigern, und baten die Europäische Kommission, dessen Funktionsweise zu bewerten sowie vorrangige Maßnahmen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Route vorzuschlagen.
Für die Ukraine ist diese Initiative in mehrfacher Hinsicht von Bedeutung. Erstens wird Kiew in den Diskussionsrahmen zur regionalen Vernetzung zwischen der EU, dem Schwarzen Meer, dem Südkaukasus und Zentralasien einbezogen. Zweitens stärkt die Entwicklung alternativer Handelsrouten die Bedeutung der Schwarzmeer-Route für den Export, die Logistik und die Wiederherstellung der Transitfunktion der Region. Drittens können solche Projekte Teil einer umfassenderen Integration der Ukraine in die europäischen Verkehrs-, Energie- und digitalen Netzwerke werden.
Die „Connectivity Agenda“ ist Teil der „Global Gateway“-Strategie. Diese Strategie soll die Außenbeziehungen der EU durch Investitionen in Infrastruktur, Energie, digitale Lösungen und nachhaltigen Handel stärken.
Die Europäische Kommission weist darauf hin, dass der Transkaspische Verkehrskorridor bereits strategische Bedeutung als stabilere Route zwischen Europa und Zentralasien erlangt. Nach Einschätzung der EU-Kommissarin für Erweiterung, Marta Kos, könnte sich der Handel auf dieser Route in den nächsten 15 Jahren verfünffachen.
Tatsächlich versucht die EU, eine neue Infrastrukturarchitektur auf der Achse Europa – Schwarzes Meer – Südkaukasus – Zentralasien zu schaffen. Für die Wirtschaft bedeutet dies potenziell mehr Routen, eine geringere Abhängigkeit von einzelnen Transitrouten sowie neue Möglichkeiten für Logistik, Energie, digitale Projekte und Handel.

 

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