Business news from Ukraine

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In Ungarn wurden rekordverdächtige 522 kg Kokain beschlagnahmt; ein Teil der Schmuggelrouten führt über montenegrinische Häfen

Wie der Serbische Ökonom berichtet, haben ungarische Strafverfolgungsbehörden eine für das Land rekordverdächtige Kokainlieferung mit einem Gewicht von 522 kg beschlagnahmt, teilte die ungarische Polizei im Anschluss an eine Pressekonferenz mit.

Nach Angaben der Polizei wurde die Ladung im Hafen von Csepel in Budapest in einer Bananenlieferung entdeckt. Die Ermittler durchsuchten rund 7.000 Kisten und fanden 438 Kokainblöcke mit einem Gesamtgewicht von 522 kg. Der geschätzte Schwarzmarktwert der Lieferung beträgt etwa 43 Millionen Euro. Die ungarischen Behörden bezeichneten dies als die größte Kokainbeschlagnahme in der Geschichte des Landes.

An der Operation waren das ungarische Nationale Ermittlungsbüro, die ungarische Steuer- und Zollbehörde, deutsche Strafverfolgungsbehörden sowie Partner in Tschechien und der Slowakei beteiligt.

Die Polizei berichtete zudem von der Festnahme mehrerer Verdächtiger. Die ungarischen Strafverfolgungsbehörden gehen davon aus, dass das Land zu einem der logistischen Knotenpunkte wird, über die große Drogenlieferungen aus Südamerika weiter in die Region verteilt werden.

Der internationale Containertransport von Kokain hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Während früher die Hauptströme über die großen Häfen der Niederlande und Spaniens liefen, werden die Ladungen nun zunehmend auch nach Süd- und Mitteleuropa, einschließlich der Häfen Montenegros, geleitet. Von dort aus können die Lieferungen in andere Länder der Region weitergeleitet werden.

Ungarn verfügt zwar über keine Seehäfen, wird jedoch dank seiner Eisenbahn- und Straßenverbindungen nach Deutschland, Rumänien, in die Slowakei, nach Tschechien und in den Balkan aktiv als Transitland genutzt. Montenegro, das Zugang zur Adria hat, wird in europäischen Untersuchungen ebenfalls regelmäßig als einer der häufigsten Transitpunkte für illegale Lieferungen in die Region genannt.

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Europol meldet einen neuen Schlag gegen das „Balkan-Kartell“

Wie der Serbische Ökonom berichtet, hat Europol neue Fortschritte bei den Ermittlungen gegen das sogenannte „Balkan-Kartell“ bekannt gegeben: In Montenegro wurde einer der mutmaßlichen Hauptakteure des Netzwerks festgenommen, das laut Ermittlungen mit dem Transport großer Kokainlieferungen aus Südamerika auf den europäischen Markt in Verbindung gebracht wird. Nach Angaben der Behörde geht es um den Schmuggel von 2,7 Tonnen Drogen.

Wie Europol präzisiert, haben die montenegrinischen Justizbehörden Anklage gegen mehrere Verdächtige erhoben, wobei sich die Ermittlungen auf die internationale Logistik des Drogenhandels, die Finanzströme und die Koordination der Lieferungen innerhalb Europas konzentrieren. Es handelt sich um eine Struktur, die laut Ermittlungsergebnissen über mehrere Länder hinweg operierte und den Balkan als Teil eines größeren kriminellen Netzwerks nutzte.

Zuvor, im Dezember 2025, hatte die Behörde über eine separate Operation in Deutschland gegen Schlüsselfiguren dieses Milieus berichtet; damals ging es um drei Festnahmen und die Beschlagnahmung von Vermögenswerten in Höhe von etwa 5 Millionen Euro.

Für die Balkanländer haben solche Fälle nicht nur eine strafrechtliche, sondern auch eine wirtschaftliche Dimension. Die Intensivierung internationaler Ermittlungen, der Ausbau des Datenaustauschs zwischen Polizei und Finanzermittlungsbehörden sowie der Druck auf illegale grenzüberschreitende Geldströme werden Teil einer umfassenderen Agenda zur Verringerung der Reputations- und institutionellen Risiken der Region. Für Montenegro, Serbien und die benachbarten Märkte ist dies auch im Hinblick auf das Investitionsimage von Bedeutung, da die Bekämpfung der organisierten Kriminalität nach wie vor eines der ständigen Bewertungskriterien seitens der EU ist.

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