Business news from Ukraine

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Geopolitik und die Fed bleiben die wichtigsten Risiken für den Kryptomarkt

Nach Ansicht der Analysten von Fixygen.ua können in den kommenden Wochen nicht interne Branchennachrichten, sondern Geopolitik, Ölpreise, die Politik der Fed und Sanktionsentscheidungen den Kryptowährungsmarkt am stärksten beeinflussen. Bitcoin und Ethereum bleiben empfindlich gegenüber allen Signalen, die die Erwartungen hinsichtlich Liquidität und Risikobereitschaft verändern.

Der erste Schlüsselfaktor ist die Situation rund um die USA, den Iran und die Straße von Hormus. Im Juni reagierten die Märkte auf Zwischenvereinbarungen zwischen Washington und Teheran, die die Risiken für Öllieferungen senken und den Verkehr über eine der wichtigsten globalen Energierouten wiederherstellen sollen. Vor diesem Hintergrund verzeichneten globale Aktienfonds starke Mittelzuflüsse, während Öl zu fallen begann.

Für den Kryptomarkt ist dies ein zweideutiges Signal. Wenn die Ölpreise fallen, könnten sich die Inflationserwartungen abschwächen, und Investoren könnten zu Risikoanlagen zurückkehren, einschließlich Kryptowährungen. Sollten die Vereinbarungen jedoch scheitern, wird Hormus erneut zu einer Quelle eines Ölschocks, was die Inflationsrisiken verstärken und Bitcoin, Ethereum sowie Altcoins belasten könnte.

Der zweite Faktor ist die Politik der US-Notenbank Federal Reserve. Die Fed beließ den Zinssatz auf dem Niveau von 3,50–3,75%, doch der Markt nahm das Signal der Regulierungsbehörde als restriktiver wahr. Wenn sich die Erwartungen einer Zinserhöhung bis zum Jahresende verstärken, könnte der Druck auf Kryptoassets anhalten. Teureres Geld verringert in der Regel das Interesse der Investoren an Hochrisikoanlagen und verstärkt die Nachfrage nach Dollar-Instrumenten.

Der dritte Faktor ist die Sanktionspolitik gegen Russland und die Kontrolle der Umgehung von Beschränkungen über Kryptowährungskanäle. Die EU hat ein neues Sanktionspaket vorgeschlagen, das russische Banken, Strukturen, die mit der Umgehung von Beschränkungen verbunden sind, sowie Kryptoplattformen betrifft. Für den Markt ist dies wichtig, da eine verstärkte Kontrolle die regulatorischen Risiken für einzelne Dienste erhöhen, die Compliance verschärfen und die Aktivität in einigen Jurisdiktionen senken kann.

Der vierte Faktor ist der Krieg Russlands gegen die Ukraine. Jede Verstärkung der militärischen Eskalation, neue Sanktionen, Angriffe auf die Energieinfrastruktur oder eine Änderung der Position der G7-Staaten können die Märkte über Energiepreise, den Dollar, die Nachfrage nach sicheren Anlagen und die allgemeine Risikoeinstellung der Investoren beeinflussen. Für Kryptowährungen bedeutet dies eine erhöhte Volatilität, insbesondere wenn die Ereignisse mit wichtigen makroökonomischen Veröffentlichungen in den USA zusammenfallen.

Der fünfte Faktor ist die Handelspolitik der USA und Chinas. Washington leitete im Juni einen Konsultationsprozess zu möglichen Änderungen der Zölle im Rahmen der Vereinbarungen mit China ein. Eine Abschwächung der Handelsspannungen kann Aktienmärkte und Risikoanlagen unterstützen, während neue Beschränkungen oder Zollandrohungen in die entgegengesetzte Richtung wirken werden.

Der sechste Faktor ist der Wettbewerb um Kapital zwischen Kryptowährungen, dem Technologiesektor und AI. Nach der geopolitischen Entspannung im Juni investierten Anleger aktiv in globale Aktienmärkte und Technologieunternehmen. Für Bitcoin ist dies ein Problem: Ein Teil des Kapitals, das in Krypto-ETFs zurückkehren könnte, fließt in AI-Aktien, Halbleiter und große Technologieunternehmen.

Fixygen.ua hält die folgenden Ereignisse in nächster Zeit für die wichtigsten für den Kryptomarkt:

Entscheidungen und Kommentare der Fed zu Zinssätzen und Inflation;
die Dynamik der Ölpreise und die Stabilität der Vereinbarungen rund um die Straße von Hormus;
neue Sanktionen der EU und der USA gegen Russland, einschließlich Beschränkungen für Banken und Kryptodienste;
Daten zu ETF-Strömen in den USA;
Inflationsstatistiken in den USA und Europa;
Signale zu den Handelsbeziehungen zwischen den USA und China;
Eskalation oder Deeskalation im Nahen Osten und in der Ukraine.

Die abschließende Hauptschlussfolgerung der spezialisierten Ressource Fixygen.ua lautet: Der Kryptomarkt hängt derzeit nicht nur von der Nachfrage nach Bitcoin und Ethereum ab, sondern auch vom externen Umfeld. Wenn die geopolitischen Risiken sinken, Öl weiter fällt und die Fed ihre Rhetorik abschwächt, hat Bitcoin die Chance, aus der Seitwärtsbewegung auszubrechen. Wenn Öl jedoch wieder steigt, die Fed restriktiv bleibt und sich Sanktions- sowie Kriegsrisiken verstärken, könnte der Markt zu einem Ausverkauf zurückkehren.

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