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Der Nettozufluss ausländischer Investitionen nach Montenegro ist im ersten Quartal um 40% gesunken

Der Nettozufluss ausländischer Direktinvestitionen nach Montenegro belief sich im ersten Quartal 2026 auf EUR75,6 Mio., was fast 40% weniger ist als der Wert für den entsprechenden Zeitraum des Vorjahres, als er EUR122,2 Mio. erreichte, wie Daten der Zentralbank von Montenegro belegen.

Gleichzeitig berichtet der Telegram-Kanal „Serbischer Ökonom“, dass das Gesamtvolumen der in das Land geflossenen ausländischen Direktinvestitionen nur geringfügig zurückging — um 2,5% auf EUR206,5 Mio. Den hauptsächlichen Druck auf den Endindikator übte der Anstieg des Kapitalabflusses aus: Ausländische Investoren zogen EUR130,9 Mio. aus Montenegro ab, gegenüber EUR89,5 Mio. ein Jahr zuvor.

Somit zeigen die Daten der Zentralbank weniger einen starken Rückgang des Interesses ausländischer Investoren an Montenegro als vielmehr eine Verstärkung der gegenläufigen Kapitalbewegung. Geld fließt weiterhin in das Land, gleichzeitig nehmen jedoch die Deinvestitionen von Unternehmen, die Rückzahlung von Darlehen, die zuvor lokalen Firmen gewährt worden waren, sowie der Abzug von Mitteln durch den Verkauf von Immobilien zu.

Das größte Volumen des Kapitalabflusses im ersten Quartal entfiel auf Investoren aus der Türkei — EUR24,8 Mio. Von dieser Summe standen EUR21,1 Mio. im Zusammenhang mit dem Abzug von Mitteln aus Unternehmen in Montenegro, weitere rund EUR3 Mio. mit dem Verkauf von Immobilien.

An zweiter Stelle standen Investoren aus Serbien, die EUR17,5 Mio. abzogen. EUR8,3 Mio. entfielen auf den Verkauf von Immobilien in Montenegro, EUR3,7 Mio. auf den Kauf von Immobilien im Ausland, weitere EUR3,2 Mio. auf den Abzug von Mitteln aus Unternehmen. Ihnen folgten Investoren aus den VAE mit EUR17 Mio.

Der Anstieg des Kapitalabflusses ist für Montenegro besonders wichtig, da die Wirtschaft des Landes traditionell stark von ausländischen Investitionen abhängt, vor allem in Immobilien, Tourismus, Bauwirtschaft und damit verbundene Dienstleistungen. In den letzten Jahren spielten Investoren aus der Türkei, Serbien, Russland, EU-Ländern und dem Nahen Osten eine sichtbare Rolle auf dem Markt.

Der Rückgang des Nettozuflusses kann für die Behörden ein Signal dafür werden, die Qualität der Investitionen aufmerksamer zu bewerten. Für die Wirtschaft ist nicht nur das Volumen der zufließenden Mittel wichtig, sondern auch, in welchem Maße sie im Land bleiben, Arbeitsplätze schaffen, die Produktivität unterstützen und eine langfristige Steuerbasis bilden.

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