Wie Serbian Economist berichtet, wurde der Gebirgsfluss Drina im Osten Bosnien-Herzegowinas erneut durch eine große Ansammlung von Treibmüll in der Nähe der Sperren eines Wasserkraftwerks in der Nähe der Stadt Visegrad blockiert, berichten Medien unter Berufung auf lokale Aktivisten und kommunale Dienste.
Im Winter sammelt sich der Müll, der von den angeschwollenen Flüssen und Nebenflüssen mitgerissen wird, an der Schutzlinie des Wasserkraftwerks und bildet „Inseln” aus Plastikflaschen und anderem Haus- und Bauschutt. Maschinen sind im Einsatz, um das Flussbett zu säubern, doch Aktivisten weisen darauf hin, dass sich das Problem jedes Jahr wiederholt.
Euronews präzisiert, dass ein Teil der Abfälle nicht nur aus illegalen Deponien in Bosnien und Herzegowina, sondern auch aus den Nachbarländern Serbien und Montenegro stammen könnte, was dem Problem einen grenzüberschreitenden Charakter verleiht und eine Koordinierung zwischen den Ländern des Drina-Beckens erfordert.
Schätzungen zufolge, die in Veröffentlichungen angeführt werden, kann die Menge an Müll, die in Spitzenzeiten in das Sperrgebiet gelangt, Tausende von Kubikmetern betragen, wobei Aktivisten behaupten, dass sich unter den Abfällen auch medizinische Materialien befinden.
In China leiden einige Müllverbrennungsanlagen (Waste-to-Energy) unter einem Mangel an Abfall, um ihre Kapazitäten auszulasten, was auf die rasche Expansion des Sektors und Veränderungen im Umgang mit Hausmüll zurückzuführen ist, berichten chinesische Medien.
Im Land gibt es mehr als 1.000 Müllverbrennungsanlagen, deren Gesamtkapazität zur Verbrennung von Abfällen bereits 2022 die Menge des gesammelten Hausmülls überstieg (333 Millionen Tonnen gegenüber 311 Millionen Tonnen).
Experten führen das Problem nicht darauf zurück, dass „der Müll ausgegangen ist“, sondern auf Überkapazitäten und ein Ungleichgewicht zwischen dem Ort, an dem der Abfall anfällt, und dem Ort, an dem die Anlagen gebaut wurden. Insbesondere in China stieg der Anteil der Verbrennung von Siedlungsabfällen im Jahr 2024 auf 79 %, und die Zahl der Müllverbrennungsanlagen stieg laut Dialogue Earth von etwa 104 im Jahr 2010 auf derzeit etwa 1.000.
Die Medien berichten, dass ein Teil der Unternehmen zur Aufrechterhaltung ihres Betriebs die „Geografie” der Müllanlieferung erweitert, auf Industrieabfälle umstellt und auf das sogenannte Landfill Mining zurückgreift – die Entnahme „alter” Abfälle aus Deponien zur weiteren Verbrennung.
Gleichzeitig stoßen Aussagen über einen möglichen Import von Müll zur Auslastung der Kapazitäten auf bestehende Beschränkungen: Die chinesische Regierung hat zuvor ein vollständiges Verbot des Imports von festen Abfällen ab dem 1. Januar 2021 angekündigt.
Analysten weisen auch auf das Risiko falscher Anreize hin: Diskussionen über einen „Müllmangel” könnten den Markt dazu veranlassen, zu versuchen, die Abfallmengen zu erhöhen, doch Fachautoren betonen, dass die Priorität weiterhin auf Reduzierung, Wiederverwendung und Recycling liegen sollte und nicht auf einer Steigerung der Müllproduktion, um die Öfen auszulasten.
Die Ukraine hat eine internationale Ausschreibung für den Kauf eines modernen multifunktionalen Schiffes für die Donau-Häfen veröffentlicht, das ökologische, Rettungs- und technische Aufgaben erfüllen soll.
Laut einer Mitteilung der staatlichen Gesellschaft „Verwaltung der Seehäfen der Ukraine“ (AMPU) soll das Schiff in den Häfen von Izmail, Reni und Ust-Dunaisk eingesetzt werden, die derzeit wichtige Logistikzentren im Süden des Landes sind.
Gemäß der technischen Spezifikation wird das neue Schiff in der Lage sein, Ölprodukte und Müll von der Wasseroberfläche zu sammeln, Brände auf Schiffen und Hafenanlagen zu löschen und als Schlepp- und Kippschiff zu fungieren, um großen Schiffen beim Manövrieren zu helfen.
Das Projekt wird im Rahmen des Programms RELINC (Restoration of Essential Logistics Infrastructure and Network Connectivity) mit Unterstützung der Internationalen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (IBRD) umgesetzt.
Experten weisen darauf hin, dass das neue Schiff nicht nur eine technische Verstärkung der Hafeninfrastruktur darstellt, sondern auch ein wichtiger Faktor für die ökologische Sicherheit des gesamten Donaueinzugsgebiets ist.
Die Donauehäfen wickeln derzeit mehr als 40 % aller ukrainischen Agrarexporte ab und spielen eine Schlüsselrolle in der internationalen Logistik, insbesondere nach der Blockade der Schwarzmeerrouten.
Die Länge der Donau beträgt etwa 2.850 km und ist damit nach der Wolga der zweitlängste Fluss Europas.
Das Flussgebiet erstreckt sich über 10 Länder – Deutschland, Österreich, die Slowakei, Ungarn, Kroatien, Serbien, Rumänien, Bulgarien, Moldawien und die Ukraine. Der Fluss mündet über das Donaudelta, das teilweise in der Region Odessa liegt, ins Schwarze Meer.
Nach Schätzungen der Europäischen Kommission und der Internationalen Kommission zum Schutz der Donau (ICPDR) ist die Verschmutzung des Flusses nach wie vor moderat, jedoch ist eine Anreicherung von Schwermetallen, Pestiziden und Mikroplastik zu beobachten, insbesondere in den Nebenflüssen.
Die Hauptverschmutzungsquellen sind Industrieabfälle, Agrochemikalien, Haushaltsabfälle und Schifffahrt.