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In Budva werden zum ersten Mal antike römische Thermen für Besucher geöffnet

Wie der Serbische Ökonom berichtet, werden in Budva in Montenegro erstmals die antiken römischen Thermen für Besucher geöffnet, die sich unter dem Platz „Cerkov“ neben der Dreifaltigkeitskirche in der Altstadt befinden. Die archäologische Stätte wird konserviert, für den Besucherverkehr hergerichtet und im Rahmen des internationalen Projekts ROMANICA in das Kultur- und Tourismusangebot der Stadt aufgenommen.

Die Überreste der Bäder wurden nach dem verheerenden Erdbeben von 1979 im Zuge der Wiederherstellung der Altstadt entdeckt. Bei archäologischen Untersuchungen in den 1980er Jahren entdeckten Fachleute unter der Leitung von Professor Mirko Kovačević Badebecken, den Heizraum sowie erhaltene Elemente des antiken Fußbodenheizungssystems.

Trotz der durchgeführten Untersuchungen und einer ersten Konservierung blieb die Stätte jahrzehntelang geschlossen und wurde nicht in die touristischen Routen von Budva aufgenommen. Später wurde über den Thermen eine Steinplattform errichtet, sodass der antike Teil der Stadt den Besuchern bis heute praktisch verborgen blieb.

Das Projekt sieht die weitere Konservierung der authentischen Überreste, die Schaffung von Zugangsbedingungen für Touristen sowie die Einführung digitaler Medien vor. Mit deren Hilfe soll den Besuchern das ursprüngliche Erscheinungsbild des Komplexes veranschaulicht und dessen Zusammenhang mit dem römischen maritimen und Unterwassererbe der Adria erläutert werden.

ROMANICA vereint Stätten des römischen Küsten- und Unterwassererbes in Montenegro, Kroatien sowie Bosnien und Herzegowina. Hauptpartner ist die Universität Zadar. An dem Projekt beteiligen sich außerdem die Stadt Biograd na Moru, das Internationale Zentrum für Unterwasserarchäologie in Zadar, das Franziskanermuseum in Tomislavgrad, die Universität Montenegro und die Gemeinde Budva.

Die Umsetzung des Projekts begann am 15. Juni 2026 und ist auf 24 Monate angelegt. Das Gesamtbudget beträgt 1,837 Mio. Euro.

Das Projekt wird im Rahmen des Programms für grenzüberschreitende Zusammenarbeit Interreg VI-A IPA „Kroatien – Bosnien und Herzegowina – Montenegro“ im Bereich nachhaltiger und inklusiver Tourismus und Kultur durchgeführt.

Ein genaues Datum für die Eröffnung der Thermen für Besucher wurde bislang noch nicht bekannt gegeben.

Budva gilt als eines der ältesten städtischen Zentren an der Ostküste der Adria. In der Römerzeit war ihr Hafen Teil der Seehandelsrouten, und die öffentlichen Thermen dienten nicht nur zum Baden, sondern auch als Ort der Erholung, der Begegnung und des Austauschs zwischen Einheimischen und Reisenden.

https://t.me/relocationrs/3337

 

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