Business news from Ukraine

Business news from Ukraine

Rumänien will in einen LNG-Terminal in den USA investieren, um Osteuropa mit Gas zu versorgen

Der rumänische Gasnetzbetreiber Transgaz hat eine Absichtserklärung mit dem US-amerikanischen Unternehmen Argent LNG unterzeichnet, die die Möglichkeit einer Investition in den Bau eines großen LNG-Terminals in Louisiana vorsieht.

Die Kapazität des Projekts wird 25 Millionen Tonnen LNG pro Jahr betragen, was etwa 35 Milliarden Kubikmetern Gas entspricht. Die ersten Lieferungen werden für das Jahr 2030 erwartet.

Eines der Hauptziele ist es, eine langfristige Versorgungsroute für US-Gas über Rumänien nach Moldawien und in die Ukraine sowie weiter nach Ungarn, Österreich, Tschechien, in die Slowakei und nach Deutschland zu schaffen.

Das Projekt soll den sogenannten Vertikalen Gaskorridor stärken, der sich nach und nach zu einer der wichtigsten Versorgungsrouten für nicht-russisches Gas nach Mittel- und Osteuropa entwickelt.

Der Korridor verbindet die Gasnetze Griechenlands, Bulgariens, Rumäniens, Ungarns, der Slowakei, der Ukraine und Moldawiens. Über ihn können sowohl aserbaidschanisches Gas als auch LNG aus den USA transportiert werden, das über die Terminals Revithoussa und Alexandroupolis in Griechenland angeliefert wird.

Für den Balkan ist das Projekt insofern wichtig, als die Region dadurch eine weitere große Gasquelle erhält und zusätzlicher Wettbewerb zwischen den Lieferwegen entsteht. Je mehr amerikanisches und anderes nicht-russisches LNG über Griechenland und Rumänien geliefert wird, desto stärker wird sich die Gasinfrastruktur in ganz Südosteuropa verändern.

Moldawien hat diese Route bereits getestet: US-amerikanisches LNG wurde über Griechenland geliefert und anschließend in ukrainische Untergrundspeicher eingespeist.

Transgaz hält zudem 75 % an dem moldawischen Fernleitungsnetzbetreiber Westmoldtransgaz.

, , , ,