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Die Zahl der Anträge auf die Staatsbürgerschaft von St. Lucia im Rahmen des Investitionsprogramms ist um 424% gestiegen

19 April , 2026  

Wie Open4business berichtet, verzeichnet der karibische Staat St. Lucia einen starken Anstieg des Interesses an seinem Programm zur Erlangung der Staatsbürgerschaft durch Investitionen. Im Geschäftsjahr 2023/2024 wurden im Rahmen des Citizenship by Investment Program (CIP) 5.642 Anträge gestellt, das sind 424 % mehr als im Vorjahr, als es 1.076 Anträge waren. Dies geht aus den offiziellen Statistiken des Programms und dem Jahresbericht hervor.

Dem Bericht zufolge stieg die Zahl der genehmigten Anträge auf 1.171 gegenüber 544 im Vorjahr, während die Zahl der Ablehnungen bei 77 lag, gegenüber 8 im vorangegangenen Zeitraum. Dabei überstieg das Antragsvolumen in einem einzigen Geschäftsjahr die Gesamtzahl aller vorangegangenen Jahre des Programms, die auf 2.768 Anträge in sieben Jahren geschätzt wurde.

Auch die finanziellen Auswirkungen für das Land waren erheblich. Die Einnahmen des Programms beliefen sich auf 240,3 Millionen Ostkaribische Dollar (EC$) oder rund 89 Millionen US-Dollar, was fast dem Vierfachen des Vorjahreswerts entspricht. Den größten Teil der Einnahmen machten Gebühren für Due-Diligence-Prüfungen und Verwaltungsgebühren aus, die vor allem mit Immobilieninvestitionen verbunden waren.

Damit hat sich St. Lucia zu einem der dynamischsten Akteure auf dem Markt für Investitionsbürgerschaft im karibischen Raum entwickelt. Gleichzeitig könnte ein solch starker Anstieg die Aufmerksamkeit auf die Qualität der Prüfungen, die Bearbeitungszeiten der Anträge und die Nachhaltigkeit des Modells selbst lenken, insbesondere vor dem Hintergrund, dass einzelne westliche Länder in den letzten Jahren ihre Haltung gegenüber Programmen für „Pässe gegen Investitionen“ verschärft haben. Dies ist eine Schlussfolgerung auf der Grundlage der offiziellen Programmstatistiken und des von Fachpublikationen beschriebenen Marktkontexts.

St. Lucia ist ein Inselstaat im östlichen Teil der Karibik und Mitglied des Britischen Commonwealth. Das Land verwendet den Ostkaribischen Dollar, und seine Wirtschaft stützt sich vor allem auf Tourismus, Immobilien und externe Dienstleistungen. Das Programm zur Erlangung der Staatsbürgerschaft durch Investitionen besteht hier seit 2015 und hat sich zu einem Instrument entwickelt, um Kapital für staatliche Fonds und genehmigte Entwicklungsprojekte zu gewinnen.

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