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Vučić hat einen fünf Punkte umfassenden Reformplan für Serbien vorgelegt

7 Mai , 2026  

Wie der Serbische Ökonom berichtet, erklärte der serbische Präsident Aleksandar Vučić, dass das Land in der nächsten Zeit „mutige und wichtige Entscheidungen“ sowie ernsthafte Reformen anstelle von „revolutionärem Chaos“ benötige. Dies schrieb er in einem Gastbeitrag für Kurir.

Laut Vučić muss Serbien nicht nur seine Institutionen, sondern auch die Gewohnheiten der Gesellschaft ändern, da die Zukunft des Landes von Arbeit, Disziplin und der Fähigkeit bestimmt werde, sich an neue technologische und energetische Herausforderungen anzupassen.

Der erste Punkt des Plans betrifft den Abbau des Staatsapparats. Vučić sprach sich für eine drastische Verringerung der Zahl der Regierungsmitglieder, Staatssekretäre, Ministerialassistenten und der damit verbundenen Verwaltungsstrukturen aus. Er erklärte zudem, dass eine Reihe von Behörden, Kanzleien und Ämtern abgeschafft werden müssten, die seiner Einschätzung nach keine ausreichende Daseinsberechtigung hätten. Gesondert erwähnte der Präsident die Deregulierung der Wirtschaft, einschließlich der Abschaffung überflüssiger Zertifizierungen für Waren aus der EU, durch die diese in Serbien teurer werden als in der Europäischen Union.

Der zweite Block betrifft die Arbeitsproduktivität. Vučić sprach sich gegen Ideen zur Verkürzung der Arbeitszeit aus und erklärte, Serbien müsse „mehr arbeiten, nicht weniger“. Seinen Worten zufolge könne sich das Land keinen Ansatz leisten, bei dem versucht werde, die Motivation durch eine Verringerung der Arbeitstage oder -stunden zu steigern. Als Beispiel führte er Deutschland an, das seiner Meinung nach gezwungen sein werde, die Arbeitsbelastung zu erhöhen, um mit China und den USA konkurrieren zu können.

Der dritte Punkt des Plans ist eine tiefgreifende Bildungsreform. Der Präsident erklärte, Serbien brauche ein offeneres System der Hochschul- und Berufsbildung sowie eine aktivere Einführung der dualen Ausbildung. Seiner Meinung nach müsse die Vorbereitung junger Menschen auf den Arbeitsmarkt zu einer der zentralen Prioritäten der Bildungspolitik werden.

Der vierte Punkt betrifft den Energiesektor. Vučić erklärte, dass Serbien seine Energieprobleme umfassend lösen müsse, einschließlich des Baus von Öl- und Gaspipelines, Verbindungsleitungen, Wasserkraftwerken, Windparks und Solarkraftwerken. Seinen Worten zufolge könne das Land jedoch ohne kleine und große Kernkraftwerke keine langfristige Energieversorgungssicherheit gewährleisten. Der Präsident bezeichnete die Kernenergie als „die sauberste und sicherste“ und merkte an, dass die Beschaffung von Wissen und Finanzmitteln für solche Projekte eine der größten Herausforderungen für die künftige Regierung darstellen werde.

Der fünfte Punkt widmet sich künstlicher Intelligenz, Robotik und modernen Technologien. Vučić sprach sich für eine „aggressive“ Aneignung neuen Wissens sowie für die Fortsetzung der Anschaffung von Supercomputern und den Bau von Rechenzentren aus. Er bezeichnete Rechenzentren als „Intelligenzfabriken“, die Serbien einen Vorteil in der Region verschaffen könnten. Dabei stellte der Präsident einen direkten Zusammenhang zwischen der digitalen Entwicklung und der Energiewirtschaft her und merkte an, dass der Bau von Rechenzentren nicht aufgrund von Stromknappheit zum Stillstand kommen dürfe.

Für die serbische Wirtschaft bedeutet der vorgeschlagene Plan den Versuch, Verwaltungsreform, Steigerung der Arbeitseffizienz, technologische Modernisierung und eine neue Energiestrategie miteinander zu verbinden. In der Praxis könnten sich der Abbau des Staatsapparats, die Abkehr von populistischen Ideen auf dem Arbeitsmarkt und die Vorbereitung des Landes auf die Kernenergie als die schwierigsten Punkte erweisen, da diese große Investitionen, Fachkräfte, einen regulatorischen Rahmen und den Konsens der Öffentlichkeit erfordern.

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