Die „NIBULON“ LLC schlägt vor, einen Übergangsmechanismus für die Vergabe und Bestätigung der Qualifikationen von Fachkräften der Binnenschifffahrt einzuführen, was nach ihrer Einschätzung eine Steigerung des Transportvolumens auf dem Donauexportkorridor um 100.000 Tonnen pro Monat ermöglichen wird, teilte die Pressestelle des Unternehmens unter Berufung auf den Logistikdirektor Sergej Kalkutin mit.
„Nibulon“ könnte auf der Donau zusätzlich 12 Schlepper einsetzen, doch dafür müssen zunächst Fragen der Umschulung und der Ausstellung der erforderlichen Dokumente für etwa 30 Fachkräfte geklärt werden. Und wir sind nicht die Einzigen, die mit dieser Einschränkung konfrontiert sind. „Wenn ein funktionierender Mechanismus zur Gewinnung qualifizierter Fachkräfte auf Branchenebene geschaffen wird, könnte der Donaukorridor zusätzlich bis zu 100.000 Tonnen Fracht pro Monat befördern“, zitiert die Pressestelle Kalkutin.
Er erklärte, dass die Reeder zwar über eine technisch einsatzbereite Flotte verfügen, jedoch aufgrund des Mangels an qualifizierten Besatzungsmitgliedern nicht in der Lage sind, die Besatzungen vollständig zu besetzen und zusätzliche Schiffe in Betrieb zu nehmen.
Wie in der Mitteilung angegeben, schlägt „Nibulon“ vor, einen vorübergehenden Übergangsmechanismus für die Vergabe und Bestätigung der Qualifikationen von Fachkräften der Binnenschifffahrt sowie für den Erhalt der erforderlichen Dokumente einzuführen, bis der vollständige Übergang zu den europäischen Vorschriften abgeschlossen ist. Dies wird es insbesondere Fachkräften mit der erforderlichen Ausbildung und Erfahrung ermöglichen, die Formalitäten für die Arbeit auf der Donau zügiger zu erledigen.
Kalkutin betonte, dass zusätzliche Transporte über den Donaukorridor die Möglichkeit bieten würden, den Einkauf bei landwirtschaftlichen Erzeugern zu unterstützen, Deviseneinnahmen zu sichern und die Stabilität des ukrainischen Exportsystems zu erhöhen.
„Nibulon“ schlug den zuständigen staatlichen Behörden vor, gemeinsam mit Vertretern der Branche eine Übergangslösung zu erarbeiten, die es ermöglicht, die erforderliche Anzahl qualifizierter Fachkräfte für die Arbeit auf den Binnenwasserstraßen unter Einhaltung der Anforderungen an die berufliche Kompetenz und die Sicherheit der Schifffahrt zu gewinnen.
Wie berichtet, exportierte die Ukraine nach Angaben des Ministeriums für Agrarpolitik vom 1. bis zum 18. August 900.000 Tonnen Agrarprodukte, von denen etwa 45 % über die Donauregion exportiert wurden.