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Ukraine gehört 2026 zu den am stärksten von Bränden betroffenen Ländern Europas — Experts Club

2 September , 2026  

Die Brandsaison 2026 in Europa ist hinsichtlich der geografischen Ausbreitung der Brände und des Ausmaßes ihrer Folgen zu einer der schwierigsten geworden, wobei die Ukraine zu den am stärksten betroffenen Ländern des Kontinents gehört, berichtet das Informations- und Analysezentrum Experts Club unter Berufung auf Daten des Global Wildfire Information System (GWIS), des European Forest Fire Information System (EFFIS) und anderer europäischer Strukturen.

Mit Stand vom 31. August wurde die von Bränden betroffene Fläche in der Ukraine von GWIS auf 413,1 Tsd. ha geschätzt, was etwa 0,69% der Landesfläche entspricht. Wenn die Russische Föderation nicht in den direkten Vergleich einbezogen wird, da das System auch die riesigen Gebiete Sibiriens und des Fernen Ostens berücksichtigt, nimmt die Ukraine unter den Staaten des geografischen Europas nach der absoluten Brandfläche den ersten Platz ein.

Es folgen Spanien mit 242,1 Tsd. ha, Italien mit 118,3 Tsd. ha, Frankreich mit 105,1 Tsd. ha und Portugal mit 60,5 Tsd. ha.

In der Ukraine weist die Brandstatistik aufgrund des Krieges eine zusätzliche Besonderheit auf. Satellitensysteme erfassen die von Feuer betroffenen Gebiete, bestimmen jedoch nicht dessen Ursache. Daher können neben Hitze, Dürre, fahrlässigem Umgang mit Feuer und Brandstiftung auch Beschuss, Explosionen und Brände entlang der Frontlinie eine bedeutende Rolle spielen.

Die stärkste Belastung im Verhältnis zur Größe des Territoriums wird auf dem Balkan verzeichnet. In Montenegro wurden etwa 1,7% der Landesfläche von Feuer erfasst, in Bosnien und Herzegowina mehr als 1% und in Nordmazedonien etwa 0,75%. Insgesamt weisen Montenegro, Bosnien und Herzegowina, Nordmazedonien, Albanien und Serbien rund 142 Tsd. ha verbrannte Flächen auf.

Ein besonderes Merkmal der Saison ist der starke Anstieg der Brandaktivität in Ländern, in denen Großbrände traditionell weniger verbreitet sind. In Belgien hat die Brandfläche den Durchschnittswert für 2012–2025 bereits um mehr als das Zehnfache überschritten, in den Niederlanden ungefähr um das Dreifache, in Österreich um das 2,5-Fache und in Frankreich um fast das 2,5-Fache.

In der EU selbst wurden bis zum 30. August 636,1 Tsd. ha verbrannte Flächen im Rahmen von 1.861 Großbränden registriert. Das sind 36% weniger als im Rekordjahr 2025, jedoch mehr als doppelt so viel wie der langjährige Durchschnitt für den entsprechenden Zeitraum.

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