Der ukrainische Schüler Taras Symak aus Kolomyja gewann die Bronzemedaille bei der 22. Internationalen Geografie-Olympiade (iGeo 2026), die vom 11. bis 17. August in Istanbul stattfand.
Taras Symak besucht das Vasyl-Stefanyk-Gymnasium Nr. 1 in Kolomyja. Zuvor hatte er bereits mehrfach Preise bei Schülerolympiaden gewonnen und im Frühjahr 2026 die regionale Runde der Allukrainischen Geschichtsolympiade gewonnen.
An der diesjährigen iGeo nahmen 184 Schüler der Oberstufe aus 50 Ländern weltweit teil. Jedes Nationalteam durfte aus maximal vier Teilnehmern bestehen, die anhand der Ergebnisse nationaler Olympiaden ausgewählt wurden.
Zu den Ländern, deren Vertreter in Istanbul Auszeichnungen erhielten, gehörten auch Serbien, Weißrussland, Rumänien, die Mongolei, die Türkei und der Iran.
Insbesondere der serbische Schüler Petar Tolimir aus Belgrad erhielt eine Goldmedaille. Die weißrussischen Teilnehmer gewannen Gold-, Silber- und Bronzemedaillen. Das rumänische Team beendete die Olympiade mit zwei Silber- und zwei Bronzemedaillen.
Ein historisches Ergebnis erzielte die Mongolei – Amina Ayanbek gewann die erste Goldmedaille in der Geschichte des Landes bei der Internationalen Geografie-Olympiade. Ein weiterer mongolischer Teilnehmer erhielt eine Bronzemedaille. Der Vertreter des Gastgeberlandes Türkei wurde Silbermedaillengewinner, der Iran erhielt Bronze.
Die Internationale Geografie-Olympiade gilt als der wichtigste internationale Geografie-Wettbewerb für Schüler im Alter von 16 bis 19 Jahren und wird unter der Schirmherrschaft der Internationalen Geografischen Union ausgetragen.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Fachprüfungen müssen die Teilnehmer nicht nur ihr Wissen über geografische Fakten unter Beweis stellen, sondern auch Karten, statistische Daten sowie wirtschaftliche und demografische Prozesse analysieren und direkt vor Ort arbeiten.
Das Endergebnis setzt sich aus drei Teilen zusammen: 40 % entfallen auf die schriftliche Prüfung, 40 % auf die Feldforschung und 20 % auf einen multimedialen Test unter Verwendung von Karten, Fotos, Grafiken und Statistiken.
Die erste iGeo fand 1996 in Den Haag statt, an der nur fünf Länder teilnahmen. Innerhalb von drei Jahrzehnten hat sich die Olympiade zu einem der führenden internationalen Wissenswettbewerbe für Schüler der Oberstufe entwickelt, neben den Olympiaden in Mathematik, Physik, Chemie, Biologie und Informatik.
Die nächste, 23. Internationale Geografie-Olympiade soll 2027 in Jelgava, Lettland, stattfinden.