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Griechenland verschärft den Kampf gegen Betrug im Rahmen des „Golden-Visa“-Programms

25 April , 2026  

Die griechischen Behörden verschärfen die Kontrollen gegen betrügerische Machenschaften im Rahmen des „Golden-Visa“-Programms nach der Veröffentlichung des neuen Rundschreibens Nr. 1/2026 des Ministeriums für Migration und Asyl. Wie aus Erläuterungen zum Rundschreiben und Veröffentlichungen in Fachmedien hervorgeht, werden die griechischen Behörden nun Informationen über irreführende Werbung und fiktive Investitionsvereinbarungen an die Steuerbehörde AADE und an die griechische Behörde zur Bekämpfung der Geldwäsche weiterleiten, und bestätigte Verstöße können zu Sanktionen bis hin zum Entzug der Aufenthaltsgenehmigung des Investors führen.

Anlass für die verschärften Kontrollen waren Machenschaften, bei denen dem Investor formal eine Immobilie als die Mindestanforderungen des Programms erfüllend präsentiert wurde, ein Teil der Mittel jedoch später durch versteckte Rabatte, im Voraus bezahlte Mietverträge, Entschädigungen für Möbel oder Barauszahlungen tatsächlich zurückfloss. Branchenexperten stellen fest, dass nach der Anhebung der Zugangsschwellen für das Programm im September 2024 auf dem Markt vermehrt Werbeangebote mit Objekten zu Preisen unterhalb des gesetzlich festgelegten Mindestbetrags auftauchten, was die zusätzliche Aufmerksamkeit der Behörden auf sich zog.

Das neue Rundschreiben hat einen umfassenderen Charakter als nur Maßnahmen zur Betrugsbekämpfung. Nach Angaben von Juristen und der Fachpresse beseitigt das Dokument auch Unstimmigkeiten bei der Anwendung der Vorschriften zwischen den regionalen Ämtern, präzisiert das Verfahren zur Einreichung von Anträgen und legt eine strengere Kontrolle der Übereinstimmung von Immobilien und Antragstellern mit den Anforderungen des Programms fest. Dies soll gleichzeitig die Vorhersehbarkeit der Verwaltung erhöhen und den Druck auf zweifelhafte Praktiken verstärken.

Die Verschärfung erfolgt vor dem Hintergrund einer anhaltend hohen Nachfrage nach dem griechischen Golden Visa. Nach Angaben aus Fachpublikationen belief sich die Zahl der Genehmigungen im Jahr 2025 auf 8.879 und hat sich damit im Vergleich zu den 4.535 im Vorjahr fast verdoppelt. Dies macht das Programm zu einem der gefragtesten in Europa und verstärkt damit auch die Anreize für Missbrauch auf dem Immobilienmarkt.

 

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